Historisches Geschenk aus dem Jahr 1888

Historisches Präsent: Wolfgang Börnsen (rechts) überreichte Andreas Tembrockhaus eine 125 Jahre alte Zeitung.
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Historisches Präsent: Wolfgang Börnsen (rechts) überreichte Andreas Tembrockhaus eine 125 Jahre alte Zeitung.

Am 6. September wird die Brauerei 125 Jahre alt – Wolfgang Börnsen brachte schon jetzt ein Präsent

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31. August 2013, 00:34 Uhr

Im Grunde kam er eine Woche zu früh mit seinem Geburtstagsgeschenk – Flensburgs scheidender Bundestagsabgeordneter Wolfgang Börnsen muss aber kommende Woche zur Haushaltssitzung im Bundestag. „Deshalb kann ich an jenem berühmten 6. September nicht da sein“, erklärte Börnsen dem Brauerei-Geschäftsführer Andreas Tembrockhaus, warum er sein Präsent zum 125-jährigen Jubiläum zu früh vorbeibrachte. Am kommenden Freitag ist es nämlich genau 125 Jahre her, dass Schleswig-Holsteins letzte große Brauerei gegründet wurde: „Deshalb überreiche ich eine Ausgabe der Flensburger Nachrichten aus dem Drei-Kaiser-Jahr 1888.“ Das Original stammt aus Börnsens kleinem Volkskundemuseum in Bönstrup. 1888, das Jahr der Weltausstellung in Baltimore, sei ein Jahr des wirtschaftlichen Aufbruchs gewesen, zeigte sich der Parlamentarier geschichtssicher: „Das hat ja möglicherweise die fünf Flensburger Bürger bewegt, die Brauerei zu gründen.“

Börnsen berichtete, wie er bei Besuchen bei Botschaftern aus aller Welt immer gerne eine Zwei-Liter-Plopp-Flasche als Geschenk mitbringe: „Jetzt ist es schon so, dass Botschafter von sich aus fragen.“ Die Kontakte seien zuweilen wirtschaftlich hilfreich gewesen, erzählte Börnsen – etwa bei exportproblemen regionaler Betriebe. Brauerei-Geschäftsführer Andreas Tembrockhaus bedankte sich gleich doppelt: „Sie waren für uns immer ein exzellenter Botschafter in der Berliner Politik.“

Die Brauerei mit ihren 150 Mitarbeitern (ohne Speditionen und Sortierung) rechnet bei einem weiter schrumpfenden Markt im Jubiläumsjahr mit einem kleinen Absatzminus. Dennoch liege man leicht über Plan, verriet Tembrockhaus. In den vergangenen Jahren hatte die Brauerei gegen den Trend positive Zahlen geschrieben. Vor allem der Exportanteil, bislang fünf Prozent, soll weiter wachsen.

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