Weihnachtsmarkt : Himmlischer Beistand zum Start

Alles echt, außer Schnee und Heiligenschein:  Saskia Callesen, Weihnachtsmarktengel im  dritten Jahr, und Finja Fröhlich, vorweihnachtliche Tourismus-Chefin im ersten Jahr.
Alles echt, außer Schnee und Heiligenschein: Saskia Callesen, Weihnachtsmarktengel im dritten Jahr, und Finja Fröhlich, vorweihnachtliche Tourismus-Chefin im ersten Jahr.

Seit gestern Nachmittag haben die Buden auf Nordermarkt, Südermarkt, Holm und Großer Straße geöffnet. Die Marine bietet Erbsensuppe an.

shz.de von
26. November 2013, 16:30 Uhr

Bis zur offiziellen Eröffnung des Weihnachtsmarktes wollten Bastian Gehnke (27), André Eggers (24) und Anne Dietrich (23) nicht warten. Als gestern um 17.15 Uhr Konfettiregen durch die Luft am Südermarkt flog und die 1 000 Lichter der Fielmann-Tanne erstrahlten, prostete sich das Trio schon mit einem Glühwein zu. „Ich hatte am Freitag Geburtstag und André wurde vor vier Tagen Vater – das feiern wir jetzt“, sagte Bastian Gehnke. Daher komme der Weihnachtsmarkt wie gerufen. „Wir stehen hier seit fast zwei Stunden, weil es uns so gut gefällt“, berichtete André Eggers.

Für die Flensburger Stadtbläser der Musikschule, die nur wenige Meter weiter mit einem Ständchen die Eröffnung musikalisch begleiteten, hatte der frischgebackene Vater einer Tochter keine Augen. Auch nicht für Erich Seifen, 2. stellvertretender Stadtpräsident, Weihnachtsmarktengel Saskia Callesen und Tourismus-Chefin Finja Fröhlich. Sie stimmten die zahlreichen Besucher, die sich auf dem Südermarkt versammelt hatten, auf die Weihnachtszeit ein. „In den Discountern gibt es schon seit Mitte September Lebkuchen zu kaufen, doch so richtig beginnt die Weihnachtszeit doch erst jetzt.“ Dem wollte auch Anne Dietrich nicht widersprechen. „Der Weihnachtsmarkt hier ist wirklich schön, ich komme gern hierher.“

Das freute auch den Standortältesten des Bundeswehrstandortes Flensburg/Glücksburg, Oberst Holger Schröder von der Schule für Strategische Aufklärung. „Wir verkaufen an einem eigenen Stand wieder unsere Erbsensuppe.“ Davon hat Anne Dietrich zwar noch nicht gekostet, aber zu viel Flüssiges will die 23-Jährige ohnehin nicht auf dem Weihnachtsmarkt zu sich nehmen. „Es gibt hier leider zu wenige öffentliche Toiletten“, beklagte sie.

Das störte Bastian Gehnke weniger als die Preise für Essen. „Die sind echt hoch, eine Bratwurst kostet bis zu vier Euro.“ Aber davon hat er sich die Laune nicht verderben lassen. Und spendierte seinen beiden Begleitern einen Glühwein zur Feier des Tages.

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