Flensburg : Hilfe im Advent: Bescherung im Februar

Vertreter der vier Partner: (von links) Claudia Toporski (Katharinen-Hospiz am Park), Christiane Dethleffsen (Verein Schutzengel), Pastor Thomas Nolte und Horst Bendixen (Bürgerfonds), Birgit Rath-Röhlk (Kinder- und Jugendhospizdienst im Katharinen-Hospiz am Park), Martina Krohn-Haut (Kinderschutzbund).
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Vertreter der vier Partner: (von links) Claudia Toporski (Katharinen-Hospiz am Park), Christiane Dethleffsen (Verein Schutzengel), Pastor Thomas Nolte und Horst Bendixen (Bürgerfonds), Birgit Rath-Röhlk (Kinder- und Jugendhospizdienst im Katharinen-Hospiz am Park), Martina Krohn-Haut (Kinderschutzbund).

555 Spender gaben im Dezember insgesamt 65 453,16 Euro für die vier beteiligten Flensburger Einrichtungen

Carlo Jolly. von
03. Februar 2017, 04:42 Uhr

Flensburg | Im dritten Jahr in Folge war die Hilfe im Advent ein großes Gemeinschaftsprojekt. Und die vier Partner Schutzengel, Kinderschutzbund, Katharinen-Hospiz am Park sowie der Bürgerfonds „Flensburg hilft“ trafen erneut auf die ganz große Hilfsbereitschaft: Mit 65  453,16 Euro erreicht die Weihnachtsaktion fast exakt das Ergebnis der Vorjahres – und 3000 Euro mehr als bei der ersten gemeinsamen Sammlung der vier Partner vor drei Jahren. Für Pastor Thomas Nolte, dessen Diakonisches Werk zusammen mit Stadt und Tageblatt die Adventhilfe seit Ende der 90er Jahre organisiert, ist die neue Gemeinschaft auch ein Zeichen: „Es ist ein klarer Schulterschluss in einer Zeit, in der gesellschaftlich und politisch so viel gespalten wird“, findet Nolte. nd auch die Punktlandung beim – bis auf wenige hundert Euro – gleichen Betrag wie im vergangenen Jahr dokumentiere eine erfreuliche Kontinuität.

Genau 555 Spender wollten in der vergangenen Adventszeit helfen, die Not in Flensburg und Umgebung zu lindern – 168 von ihnen wollten indes lieber anonym bleiben. Schutzengel-Vorsitzende Christiane Dethleffsen wies darauf hin, dass der Erfolg der Aktion auch damit zusammenhängen könnte, dass die vier Partner mit den frühen Hilfen des Vereins Schutzengel und dem Kinderschutzbund einen Spannungsbogen vom Beginn des Lebens bis zu einem würdigen Ende mit dem Katharinen-Hospiz schlagen konnten. Und auch die Berichte über in Not geratene Familien und Bürger hätten Transparenz hergestellt: „Viele Menschen waren berührt und sagten: Jetzt wissen wir auch, was ihr macht“, berichtete Dethleffsen.

Und noch etwas habe offenbar die große Spendenwelle befördert, erklärte Hospizleiterin Claudia Toporski: dass alle Spenden ohne jeden Abzug von Verwaltungskosten die Hilfebedürftigen erreichten. Ihr sei folgendes Zitat zu Ohren gekommen: „Wir haben uns für Euch entschieden, weil ich weiß, dass es bei Euch direkt ankommt.“

In der Tat: Jede der vier Einrichtungen kann nun mit 16  363,29 Euro Gutes für seinen Empfängerkreis tun.

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