Förderbescheid : Hilfe für historisches Hafen-Ensemble

Gern gesehener Gast: Anke Spoorendonk übergibt den Förderbescheid an den Geschäftsführer des Hafens, Frank Petry. Foto: Geissler
Gern gesehener Gast: Anke Spoorendonk übergibt den Förderbescheid an den Geschäftsführer des Hafens, Frank Petry. Foto: Geissler

Ministerin bringt Förderbescheid des Landes: 189 000 Euro für professionelle Vermarktung des maritimen Erbes

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09. November 2012, 07:23 Uhr

Flensburg | Klar war es schon länger, aber offiziell ist es seit gestern. Im Beisein von Oberbürgermeister Simon Faber überreichte Justizministerin Anke Spoorendonk dem Geschäftsführer der Historischer Hafen Flensburg gGmbH, Frank Petry, einen gut dotierten Förderbescheid des Landes. 189 000 Euro bekommt der Historische Hafen aus dem Zukunftsprogramm Wirtschaft, um ein maritimes Alleinstellungsmerkmal zu profilieren und professionell zu vermarkten: Das in Deutschland einmalige Ensemble des Museumshafens, des Schifffahrtmuseums, der Sammlung Klassische Yachten - eingebettet in eine aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammende Architektur der damals zweitgrößten maritimen Handelsstadt des Ostseeraumes.

Faber bezog in seiner Rede im Fährkrog klar Position für die touristischen Perspektiven des Standortes Flensburg. Die liegen seiner Überzeugung nach in den seit Jahren durch ehrenamtliches Engagement beharrlich aufgebauten Strukturen und Veranstaltungen. Rumregatta, Schifffahrtsmuseum, Dampf-Rundum, aufstrebendes Zentrum für klassische Holzyachten, authentisches Abbild maritimer Tradition - Flensburg sei das Kleinod im Wachstumsmarkt des Kulturtourismus, der das unverwechselbare Flair höher schätzt als die im Tourismus häufiger anzutreffende Beliebigkeit. "In dieser Lage, in diesem Ambiente", so Faber, "ist das einmalig." Es habe sich ausgezeichnet, dass in den vergangenen Jahren die ehrenamtlich tätigen Akteure nicht dem schnellen Impuls gefolgt seien, sondern auf Nachhaltigkeit gesetzt hätten. "Wir wollen Stetigkeit, Stimmigkeit, Originalität und keine Jahrmärkte", meinte Faber. Die Vermarktung und Entwicklung des Kleinods mit jetzt professionellen Strukturen würden Verwaltung und Rat gerne weiter unterstützen.

Anke Spoorendonk hatte gestern exakt 188 590 Euro im Gepäck - den entsprechenden Förderbescheid überreichte die SSW-Landesministerin an Frank Petry, dem Geschäftsführer des Historischen Hafens. Sie sieht das Geld gut angelegt. Für die Stadt, für die Region, für das Land. Durch die mit diesem Geld ermöglichte Professionalisierung des Historischen Hafens - neben Frank Petry können jetzt Martin Schulz als Marketingchef und Projektmanager und Heidi Bräuer als Assistentin beschäftigt werden - könne Flensburg die Strahlkraft seines maritimen Schatzes jetzt noch steigern.

Die Reichweite liegt für die Landespolitikerin weit hinter den Landesgrenzen - weit in das Bundesgebiet und weit nach Dänemark hinein. Darüberhinaus sieht sie den Historischen Hafen mit dieser Förderung in der Lage, seinen Auftrag zu erfüllen: das kulturelle Erbe der Region zu bewahren und zu präsentieren, darzustellen, was es gebracht hat. "Das ist gewissermaßen ein Auftrag, der aus der Geschichte erwächst." Spoorendonk betonte, dass Flensburgs Historischer Hafen kein "weicher", sondern ein harter Standortfaktor sei. "Kultur und Wirtschaft sind nur zwei Seiten der selben Medaille."

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