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Green-Screen-Festival 2015 : Hier ist die Natur der Star

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Eintritt frei: Das Green-Screen-Festival gastiert am 25. August mit Beiträgen über Seekühe, Störche und die Tierwelt Sri Lankas im Kino 51 Stufen.

shz.de von
erstellt am 17.Aug.2015 | 07:24 Uhr

Natur pur! 15  000 Besucher werden bei der neunten Auflage des internationalen Na  turfilmfestivals Green Screen vom 10. bis 14. September in Eckernförde erwartet. 100 Filme, die von Produzenten aus europäischen Ländern, den USA, Japan und Indien in den vergangenen Monaten eingereicht worden sind, stehen auf dem Programm. Und es wird der unter den Filmemachern heiß begehrte Publikumspreis des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages (sh:z) verliehen.

Im Vorfeld macht das Festival auch wieder in Flensburg Station: Am Dienstag, 25. August, warten auf die Zuschauer ab 14.30 Uhr im Kino 51 Stufen drei ganz unterschiedliche Naturfilme. Es geht um Affen, die ihr ganzes Leben in den Baumkronen verbringen, zum Knutschen niedliche Seekühe und beeindruckende Zeitlupen-Aufnahmen von Störchen, die Artgenossen aus der Luft attackieren. Hier die Filme im Überblick:

„Wildes Sri Lanka – Waldwelt“

(Joe Loncraine  /  Mike Birkhead)

Blaues Meer, weiße Strände, grüne Wälder – Sri Lanka gilt als Perle des Indischen Ozeans. Diese Insel vor der Südostküste von Indien ist kleiner als Bayern, aber ihre Natur zeigt sich derart üppig und ihre Tier- und Pflanzenwelt so vielfältig, dass sich Sri Lanka in dieser Hinsicht mit einem ganzen Kontinent messen kann. Faszinierende Flugaufnahmen und spektakuläre Kranfahrten, extreme Nahaufnahmen und weite Landschaftspanoramen, Zeitraffer und Zeitlupen vermitteln ein eindrucksvolles Bild von Sri Lanka.

„Hamiltons Abenteuer – Seekühe

mal ganz anders“

(Ulf Marquardt)

600 Kilogramm pure Freundlichkeit – die Seekuh, auch Manati genannt, ist nicht gerade eine Postkartenschönheit. Aber Seekühe sind die friedlichsten Kolosse, die die glasklaren Flüsse und die Meeresküsten Floridas bewohnen. Sie verbringen die meiste Zeit des Tages mit dem Fressen von Wasserpflanzen. Die Weibchen kümmern sich aufopferungsvoll um ihre eigenen und die Jungen anderer Mütter.

Aggressives Verhalten ist ihnen völlig fremd. Lediglich bei der Paarung geht es rund. Dann verfolgen oft mehrere Bullen eine Kuh, manchmal wochenlang, bis sich das Weibchen für den zukünftigen Vater ihres Jungen entscheidet.

Wenn man das Glück hat, Seekühe über längere Zeit beobachten zu können, merkt man, dass das Bild des dicken Langweilers völlig falsch ist. Seekühe sind aktive, verspielte und intelligente Tiere“, erzählt Filmemacher Ulf Marquardt. Zum ersten Mal ist die Paarung der Seekühe zu sehen, die üblicherweise von neugierigen Blicken verborgen in trüben Gewässern stattfindet. Auch die wilden Spiele halbwüchsiger Seekuhbullen waren so noch nie im Film zu sehen.

„Unter Störchen – Ein Dorf im Vo-

gelfieber“

(Herbert Ostwald)

Das kleine Dorf Rühstädt im nordwestlichen Brandenburg beherbergt Deutschlands größte Weißstorchkolonie. Fast vierzig Storchenpaare brüten jeden Sommer auf den Hausdächern der nur zweihundert Dorfbewohner. Mit ihrem Nachwuchs locken die Tiere alljährlich rund 30.000 Besucher an. Aber der Vogeltourismus hat seinen Preis: eine Flut von Touristen verstopft die Straßen, Dächer bröckeln und Fassaden werden verschmutzt. Ein örtlicher Storchenclub und ein rühriger Bürgermeister sind unermüdlich im Einsatz. Nester müssen gebaut und repariert, Teiche angelegt und Wiesen zur richtigen Zeit gemäht werden. Der Ort, der das Prädikat „Europäisches Storchendorf“ trägt, lebt seit Jahrzehnten im Jahreszeitenzyklus dieser Vögel. In nur gut hundert Tagen müssen sich die Störche finden, paaren und Junge bis zum Abflug großziehen. Ein harter Lebenskampf, der den Besuchern Rühstädts weitgehend verborgen bleibt.

Am Dienstag in einer Woche hat der Leser das Wort – Eintrittskarten gibt es ab sofort. Und die sind erfahrungsgemäß sehr schnell vergriffen...


 

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