zur Navigation springen
Flensburger Tageblatt

17. Oktober 2017 | 23:20 Uhr

DRK Flensburg : Herzogin weiht Wohnpark ein

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Marie Alix zu Schleswig-Holstein weiht den DRK-Wohnpark für 11,5 Millionen Euro an der Swinemünder Straße in Flensburg ein.

shz.de von
erstellt am 16.Okt.2014 | 12:50 Uhr

Geschockt wirkt Marita Held trotz der „Warnung“ des adligen Gastes keineswegs. „Sie müssen ab und zu mit Besuch von mir rechnen“, sagt Marie Alix Herzogin zu Schleswig-Holstein während ihrer Rede lächelnd und sucht den Blickkontakt zu Held. Sie leitet den neuen Wohnpark des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der Swinemünder Straße, der gestern offiziell eingeweiht wurde.

Benannt ist er nach der 91-jährigen Herzogin, die sich nach einiger Bedenkzeit gern als Namensgeberin zur Verfügung stellte und große Stücke auf den Wohnpark hält. Daran soll sich auch bei ihren angekündigten Stippvisiten nichts ändern. „Gemeinsam wollen wir den Wohnpark zu einer Top-Adresse in Flensburg machen“, sagt Leiterin Held.

Dafür bekommt sie lauten Applaus gespendet – nicht nur von DRK-Mitarbeitern, sondern auch von anwesenden Wohnpark-Bewohnern. Zu diesen gehört auch Christine Nielsen, die seit Jahresbeginn dort lebt. „Mit dem Wohnheim bin ich insgesamt sehr zufrieden.“ Die Flensburgerin sitzt im Rollstuhl und lebt in einer der 16 Behinderten-Wohnungen. Zusätzlich gibt es 56 Wohnungen nach dem Prinzip des betreuten Wohnens für Bürger ab 60 Jahren.

Und die sind allesamt heiß begehrt: Zwar sollen die letzten 13 Wohnungen erst im ersten Quartal des kommenden Jahres fertig gestellt sein, doch 70 der insgesamt 72 Einzel- und Zwei-Personen-Wohnungen sind bereits vermietet. „Die Nachfrage ist absolut da“, berichtet Andreas Pfeffer, im DRK-Landesvorstand für Bauprojekte zuständig. Insofern hat das DRK einen Volltreffer gelandet: Ursprünglich wollte der Verband an der Swinemünder Straße eine Seniorenwohnanlage errichten. Diese Pläne wurden aber bereits vor der Grundsteinlegung verworfen, nachdem das DRK ein bestehendes Überangebot in Flensburg festgestellt hatte.

Erfreut zeigte sich Pfeffer auch darüber, dass der Bauplan seit der Grundsteinlegung im November 2012 bislang komplett eingehalten werden konnte. „Wir haben rund 11,5 Millionen Euro für den Wohnpark-Bau investiert.“

Davon habe das Land 3,2 Millionen Euro an vergünstigten Krediten bereitgestellt, lobt Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar in ihrer Rede. Weitere 100 000 Euro seien von der Deutschen Fernsehlotterie gekommen, 20 000 Euro von der Kieler Christof-Husen-Stiftung. Über den Wohnpark sei sie sehr glücklich. „Auch Ältere haben ein Recht auf Selbstbestimmung und können hier entscheiden, wie viel Gemeinschaft und wie viele Rückzugsgebiete sie haben wollen. “

Dies betont auch Henning Krämer. Der Präsident des DRK-Landesverbandes hebt zudem den „attraktiven Standort“ hervor. „Er ist nah an der Förde gelegen und bietet eine Menge an Erholungsmöglichkeiten.“ Auch davon kann sich Marie Alix Herzogin zu Schleswig-Holstein bei ihrem nächsten Besuch im Wohnpark selbst ein Bild machen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen