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Flensburger Tageblatt

17. Dezember 2017 | 09:23 Uhr

Heiß begehrte Lions-Kalender

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Montag startet der Verkauf der 11 000 Exemplare / Es locken über 400 Gewinne im Wert von 27 237 Euro

shz.de von
erstellt am 15.Nov.2014 | 16:28 Uhr

Montag früh um acht, wenn sich die Tür zum sh:z-Kundencenter in der Nikolaistraße eine Stunde früher öffnet als sonst, wird der Andrang enorm sein. Es werden nicht unbedingt ganz Hartgesottene in Schlafsäcken vor dem Gebäude genächtigt haben, um die Ersten zu sein – aber die Schlange dürfte so lang sein wie etwa beim Vorverkauf für Pop-Ikone Robbie Williams. Warum? Der Verkauf der Lions-Weihnachtskalender beginnt...

Das begehrte Stück zeigt einen Blick über den Hafen auf die schneebedeckte Westseite der Stadt unter rotem Sternenzelt. Und es markiert ein kleines Jubiläum: Bereits zum zehnten Mal gibt der Lions-Club Flensburg von 1959 mit Unterstützung von 126 Sponsoren den Kalender heraus. Dabei konnte die Auflage kontinuierlich auf 11 000 gesteigert werden. „Ein Erfolgsmodell“, freut sich auch der amtierende Präsident Stefan Johannsen. Tatsächlich gibt es inzwischen einige Nachahmer, aber der Lions-Kalender bleibt ein Klassiker – das Original.

Wenn es dafür noch eines Beweises bedürfte, sei gesagt, dass die fünf Euro teuren Kult-Objekte traditionell binnen drei Tagen ausverkauft sind. „Sie werden uns aus den Händen gerissen“, sagt Jörg Christiansen. Das gilt auch für die 1000 Exemplare, die für den Adventsmarkt in der Walzenmühle (29. November, 10 bis 16 Uhr) zurückgehalten werden. „Ich kann mir kaum die Jacke ausziehen, da werde ich schon von Interessenten bedrängt. Und in einer Stunde ist alles weg!“ Auch im Kundencenter registriert man Jahr für Jahr einen reißenden Absatz. Erfahrungsgemäß werden bereits am ersten Tag an die 2000 Kalender verkauft.

Aus gutem Grund: In diesem Jahr locken 408 Gewinne im Wert von 27 237 Euro – ein neuer Rekord. Und sollte eines Tages die 30 000er Marke geknackt werden, denkt der Service-Club darüber nach, die Auflage auf 12 000 zu erhöhen. „Hauptsache, das Verhältnis von Kalenderzahl und Gewinnern bleibt erhalten“, sagt Jürgen Krüger. „Und es soll ein knappes Gut bleiben.“

Der Hauptpreis ist ein Reisegutschein in Höhe von 2000 Euro; hinzu gesellen sich drei Flachbildfernseher, Notebook, Blue-Ray-Player, Camcorder, Präsentkörbe, Warengutscheine und vieles mehr. Die Spendensumme wird sich damit auf insgesamt 350 000 Euro erhöhen, die Flensburger Bürgern in Not zugute kommen.

Das ist umso bemerkenswerter, da neben den Druckkosten noch die Lotteriesteuer von fast 18 Prozent fällig wird. Die allerdings ist auch an karitative Zwecke gebunden. „Wer nicht gewinnt“, so Jörg Christiansen, „dem bleibt zumindest die Gewissheit, etwas Gutes getan zu haben.“

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