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Flensburger Tageblatt

23. November 2017 | 19:54 Uhr

Gelting : Heimatverein Angeln erhöht Beiträge

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

In der Herbstversammlung ging es auch um den Streit vom Frühjahr.

„Geschichte, Gegenwart, Gemeinschaft“: So hat es sich der Heimatverein der Landschaft Angeln mit seinen knapp 3000 Mitgliedern auf die Fahnen geschrieben. Für dieses Selbstverständnis gab es bei der Herbsttagung viel Lob von Wolfgang Börnsen aus Bönstrup in seiner Eigenschaft als Vizepräsident des Bundes für Heimat und Umwelt (BHU). Heimatvereine seien bundesweit eine sehr große Bewegung und der in Angeln gehöre mit zu den mitgliederstärksten in Schleswig-Holstein. Einerseits Tradition, andererseits Moderne: Das beinhalte eine große Vielfalt und verdiene die Anerkennung des BHU. Börnsen, selbst Mitglied des Angler Heimatvereins, hatte nicht nur einen verbalen Dank parat, sondern auch „zwei Pfund Bücher“ aus der Dokumentationsreihe des Bundes Heimat und Umwelt – eine lesenswerte Lektüre, die in der Söruper Geschäftsstelle einen Platz finden und von jedermann eingesehen werden könne. Das Börnsen-Lob gefiel dem Heimatvereinsvorsitzenden Eduard Büll sehr, das waren, wie er sagte, „wohltuende Wörr“.

In der Herbstversammlung ging es auch noch einmal um den Streit, der den Heimatverein im Frühjahr mächtig erschüttert hatte. Rechnungsprüfer Berthold Hamer hatte seinerzeit kritisiert, dass zwei Vorstandsmitglieder geschäftlich von der Erstellung des Jahrbuchs profitiert hätten (wir berichteten). Eduard Büll wies die gegenüber dem Vorstand gemachten Vorwürfe entschieden zurück. Auf alle Fälle war jetzt die Nachwahl für einen Rechnungsprüfer erforderlich, nachdem Hamer zurückgetreten war. Für dieses Amt meldete sich Hans-Gerd Clausen aus Sterup und wurde einmütig gewählt.

Und dann ging es um das Thema Beitragserhöhung, wie es schon im Mai thematisiert worden war. Kassenführer Hans-Christian Matzen begründete die Notwendigkeit damit, dass zum einen die Zahl der Mitglieder um rund 300 geschrumpft sei, zum anderen Investitionen notwendig waren, die die Rücklagen dezimierten. Er, Matzen, habe mit den örtlichen Vertrauensleuten gesprochen, und die hätten, weil an einer Erhöhung kein Weg vorbeiführe, geraten, keinen kleinen, sondern einen größeren Schritt zu machen, damit nicht in Kürze wieder über Beitragserhöhung geredet werden müsse. Das bedeutet, dass der seit 2001 mit 15 Euro konstante Jahresbeitrag ab 2018 auf 20 Euro angehoben wird. Bei einer Enthaltung wurde zugestimmt.

Nach den Worten des Vorsitzenden gibt es in drei Kirchspielen neue Vertrauensleute. Für Quern-Neukirchen ist es Renate Nissen aus Dingholz, die Tina Jürgensen abgelöst hat, für Steinberg hat Peter-Heinrich Bendixen aus Norgaardholz die Nachfolge von Uwe Borg angetreten. In Gundelsby ist es Johann Hansen von Kieholmhof, der in die Fußstapfen von Gerd-Ludwig Kraack getreten ist.

Lange war die Leitung der Arbeitsgemeinschaft Archivwesen und Heimatforschung vakant. Das ist jetzt vorbei: Die Leitung übernahm Claus Ruthenberg aus Sörup.


Diskussion ums Abschlusslied


Jürgen-Heinrich Nissen aus Sörup hatte die Vorstandsmitglieder angemailt und beantragt, bei Tagungen des Heimatvereins auf das Absingen des Schleswig-Holstein-Liedes zu verzichten. Er habe keine Antwort erhalten und trage nun sein Anliegen persönlich vor. Der Text des Liedes sei nicht zeitgemäß und deshalb sollte davon Abstand genommen werden, so Nissen. Damit stieß er auf keine Resonanz – im Gegenteil. Wer nicht mitsingen wolle, solle rausgehen, lautete ein Statement. Abgestimmt wurde nicht – alles blieb offen.

Im weiteren Verlauf der Herbsttagung trat der Liedermacher Andres Kohla aus Schwackendorf als „Musiküberraschung“ auf, ging Propst Helgo Jacobs aus Kappeln auf „kirchliches Leben im Wandel“ ein, wobei er die Notwendigkeit betonte, dass Menschen „Resonanzräume“ – Räume, in denen sie Resonanz finden – benötigen. Tierfilmer Marc Lubetzki, berichtete über die Wildpferde im Naturschutzgebiet Geltinger Birk.

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