zur Navigation springen
Flensburger Tageblatt

17. August 2017 | 17:36 Uhr

Heimathafen übernimmt Beach-Club

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Flensburger Brauerei setzt Zeichen als Hauptpächterin an der Ost-Promenade: Nach Bellevue und East-Side pachtet sie den Stadtstrand

Der Heimathafen hat jetzt auch einen Strand. Gestern ließen die Flensburger Brauerei und Marco Grenz die Katze aus dem Sack. Der Beach Club an der östlichen Hafenpromenade wird zur „Flens Beach“. Die Brauerei bekam in diesem Jahr von fünf Bewerbern den Zuschlag für die Bewirtschaftung des wohl lässigsten Strands an der Flensburger Förde. Marco Grenz – Betreiber des gleich daneben gelegenen „Heimathafen“ (ex-„Bellevue“) – freut sich als Unterpächter auf neue Gäste und eine weitere Herausforderung. Fullservice, Tag für Tag, für maximal 150 Gäste. Und schon in einer Woche wird geöffnet, erst am 3. Oktober geschlossen.

Grenz hatte vergangenen Oktober nach langem Leerstand und umfangreicher Sanierung durch die Brauerei das ehemalige Bellevue übernommen. Mit der Eröffnung der „Flens Beach“ rückt das seit vergangenem Oktober unter dem neuen Namen „Heimathafen“ firmierende Lokal in Vorzugslage ins Zentrum einer vielfältigen gastronomischen Landschaft: Biergarten, Wasserterrasse, Bucht – maximal 600 Außenplätze in bester sonniger Lage, das wird für Grenz in den nächsten Jahren das Spielfeld sein. „Das macht die Sache zu Beginn unserer ersten richtigen Saison rund“, freut er sich.

Erstmals seit der Pachtvergabe hat ein Betreiber eine wirtschaftliche Perspektive, die über eine Saison hinausreicht. „Wir haben die Pacht für dieses Jahr mit Option auf zwei weitere Jahre“, sagt Brauerei-Sprecherin Sara Sausmikat-Theilen. Bislang hatte eine komplizierte Rechtslage wegen einer Hafenumbau-Förderung aus EU-Mitteln eine wirtschaftsfreundliche Vergabe noch blockiert.

Der kurze Weg zum „Mutterschiff“ im Heimathafen hat für die Flens Beach viele Vorteile. Die komplette Infrastruktur – Einkauf, Lager, Küche, Spüle, Bierleitung, Personaltableau usw. – muss auf der Fläche nicht mehr gesondert vorgehalten werden, sie ist bereits vorhanden. Das gibt mehr Platz vor Ort, das schafft Flexibilität, die Grenz’ Vorgänger nicht hatten. „Wir haben mehr Möglichkeiten beim Personaleinsatz. Wenn es nach dem Regen aufklart, sind wir sofort wieder einsatzfähig.“ In früheren Jahren – das war zeitweise ein Manko – blieb der Beach Club im Zweifel lieber dicht. Jetzt aber will Grenz jeden Tag öffnen.

Das Angebot wird erweitert. Pasta-Gerichte, Salate, Pizzen, Fast-Food (in Maßen), Weine, Flensburger Biere, abends Cocktails – alles zu fairen Preisen, verspricht der Chef, und meist günstiger als zuvor. Fernsehen gibt es auch – und zwar die Europa-Meisterschaft, aber nur die Spiele der Deutschen.

Das alles werden die Gäste der Flens Beach in neuem Ambiente erleben. Die Bauten des letzten Jahres in ihrer gewöhnungsbedürftigen hellbraunen Laminat-Optik werden gegen altweiß lackierte echte Holzbauten und einen Zaun in ebensolcher Farbgebung getauscht. Die Möblierung mit Tischen, Hockern und Strandkörben erfolgt nach dem blau-weißen Beach-Lounge-Konzept der Brauerei, das seit 2011 schon an 250 Gastronomie Standorten im Einsatz ist. Allerdings noch nicht an einem Traumstrand. „In dieser Konsequenz ist das unser erster Beach-Club“, sagt Sara Sausmikat-Theilen.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 18.Mär.2016 | 08:15 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen