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Flensburg-Neustadt : Heikler Patiententransport über morsche Hoftreppe

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ein Krankentransport von der Neustadt in die Klinik wird zum Problem.

Für die Besatzung des Rettungswagens sah alles nach Routine aus. Ein Krankentransport von der Neustadt in die Klinik, alles klar. Um 16.30 Uhr aber, vor Ort, kamen den Rettern erste Zweifel, ob das so einfach werden würde mit dem Liegendtransport der Patientin.

Die Frau wohnte im Hinterhof, im ersten Stock. Der einzige Weg zur Wohnung führte über einen abenteuerlichen alten, hölzernen Treppenaufgang, berichtet Arno Lenger, Zugführer bei der Berufsfeuerwehr. Schon beim Betreten der Stufen knarrte und wackelte die ganze Holzkonstruktion so bedenklich, dass die Rettungswagen-Crew den Transport der Patientin aus Sicherheitsgründen erst einmal hintenan stellte.

Unter der Last hätte das ganze Gebilde einstürzen können, glaubt Lenger, der Rettungswagen forderte daher zur Unterstützung den Hilfeleistungszug an. Die Einsatzkräfte betätigten sich deshalb zunächst einmal als Handwerker. Der vermutlich in Eigenkonstruktion erstellte, abenteuerliche Aufstiegsweg zur Etagenwohnung wurde zunächst mit Stahlstützen und Holzbohlen so abgesichert, dass ein gefahrloser Abstieg mit mehreren Rettungskräften und der Erkrankten überhaupt erst möglich wurde. Nach gut einer Stunde konnte die Frau dann schließlich über die nunmehr gefestigte Treppenanlage in den Rettungswagen getragen und ins Krankenhaus gebracht werden.

Der Treppenaufgang wurde gesperrt, zwei weitere Bewohner wurden durch die Stadt zunächst anderweitig untergebracht. Die Polizei zog einen Bausachverständigen hinzu, der sich die Statik der Konstruktion genauer ansehen soll. Die Neustadt war bis in die Abendstunden teilweise gesperrt worden.




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