Hausmeister für ein Dorf

Dorf-Pedell: Johannes Munksgaard bei seinem Einstieg.
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Dorf-Pedell: Johannes Munksgaard bei seinem Einstieg.

shz.de von
02. September 2013, 19:16 Uhr

Zum Jahresanfang lancierte die Kommune Tondern als erste hierzulande das Modell eines Dorf-Hausmeisters. Die Stelle richtet sich maßgeschneidert an arbeitslose Bürger, die Anspruch auf einen Senioren-Job haben. Im April hatte Johannes Munksgaard im nordöstlichen Teil der Kommune Tondern seinen ersten Arbeitstag . Fünf Monate später liegt ein positives Fazit vor.

„Es läuft super. Wir sind vollauf zufrieden. Du kannst alles Mögliche und bist sehr umgänglich“, lautet das Urteil von Mie Thomsen, Kontaktperson des Lokalrats in Branderup.

Johannes Munksgaard ist in Aggerschau, Arrild, Bedstedt, Toftlund, Rangstrup, Branderup und Rurup in Pfadfinderhütten, Tennisklubs, Sporthalle und auch auf Naturspielplätzen in Aktion. Einsatzbereiche gibt es genügend.

Einzige Bedingung ist, dass der Dorf-Pedell Aufgaben ausführt, die bislang von ehrenamtlichen Kräften gelöst wurden. Justierungen sind in einigen Fällen im Bereich der Last an Aufgaben erforderlich, die Munksgaard draufgepackt werden dürfen. Kein Verein darf ihn über einen längeren Zeitraum in Beschlag nehmen.

Mittlerweile hat Munksgaard einen Kollegen im Scherrebeker Raum und einen, der mit Sitz in der Verwaltung Vereinen im Lokalbereich beim Schreiben von Artikeln unterstützt. „Es ist ein voller Erfolg. Wir haben auch von anderen Dörfern Nachfrage. Derzeit ist der Zulauf bei den Senioren-Jobs aber nicht so groß“, so Kia Fog Kristensen, kommunale Koordinatorin für die Bereiche Freizeit und Landdistrikte.

Tonderns Konzept ist landesweit auf Interesse gestoßen. Daher wird am 30. September im Aktivitätscenter in Branderup eine Konferenz veranstaltet. Dort informieren die Kommune Tondern und die Gewerkschaft FOA (Fag og Arbejde) über das Modell. Dabei geht es unter anderem um konkrete Vorschläge, wie die Dorf-Hausmeister dazu beitragen können, Stabilität und Dynamik in kleinen Orten zu schaffen. 60 Kommunen wurden eingeladen. Zu den
Rednern zählt Hans Chr. Schmidt (V), Woyens, Vorsitzender des Folketingsausschusses für Landbereiche und Inseln.

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