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Drei Schwestern und ihre Babys : Hattrick in Flensburg: Bosse ist der Hahn im Korb

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die drei Schwestern Claudia, Kristina und Annkatrin Sothmann aus Flensburg sind im Abstand von sechseinhalb Wochen Mütter geworden.

shz.de von
erstellt am 08.Mär.2015 | 08:43 Uhr

Flensburg | Ganz geklappt hat’s mit der schönen Folge Dezember, Januar, Februar zwar nicht. Fein nacheinander sollten die drei Schwestern Claudia, Annkatrin und Kristina Sothmann ihr Kind bekommen. Hauptsache ist jedoch, die sechs sind gesund. Und das sind sie.

Lotte hat sich nicht an ihren Termin gehalten. Nicht am Nikolaustag kam sie, sondern bis eine Woche vor Heiligabend, bis zum 17. Dezember, hat sie sich Zeit gelassen. „Ich konnte noch meine Sachen für die Uni erledigen“, sagt ihre Mutter, die 24-jährige Studentin Claudia. Und dann sei alles ganz schnell gegangen: „Auf einmal ging’s los, und sie war da.“ Das rothaarige Mädchen ist die zweite Tochter von Claudia Sothmann und „riesig“, meint Tante Annkatrin: 53 Zentimeter maß und 4230 Gramm wog Lotte bei der Geburt. Seit Anfang Januar studiert Claudia schon wieder – International Management – und schreibt Prüfungen und ihre Bachelor-Arbeit. Ihre älteren Schwestern bewundern sie dafür, wie sie alles unter einen Hut bekommt. Insbesondere, weil bei jungen Müttern in der Stillzeit hormonbedingte Konzentrationsschwächen auftreten können, weiß Claudia von ihrer Hebamme. Dennoch hat sie schon vier Prüfungen hinter sich gebracht. Und nimmt die Kleine weiterhin einfach mit zur Uni. „Sie ist das Highlight.“

Tilde hat ihren Geburtstag wie Cousine Lotte hinausgezögert und in den Februar verlegt, auf den 1. Tag des kürzesten Monats. Die Geburt des Sonntagskindes indes ging noch flotter als bei Claudia und Lotte. „Halb zehn waren wir im Krankenhaus, kurz nach zehn ist sie geboren“, sagt Tildes Mutter Annkatrin, die schon eine achtjährige Tochter hat. Annkatrin fragt in die Runde: „51 Zentimeter, 3640 Gramm – hab ich Recht, Mädels?“ Die Schwestern wissen Bescheid und stimmen zu.

Mit den Worten „Da ist ja die Dritte“ ist sie auf dem Standesamt begrüßt worden, erinnert sich Kristina, die am 16. Februar ihren ersten Sohn zur Welt gebracht hat: Bosse, 52 Zentimeter, 3540 Gramm.

Noch ist es zu früh, als dass die Knirpse einander bemerken würden. Aber: „Wenn wir zusammen sind, passen sich alle an“, beobachtet Annkatrin Sothmann am Nachwuchs, „es wird gleichzeitig getrunken, gleichzeitig geschlafen.“ Nur sehen sich die drei Schwestern gerade nicht so häufig wie üblich, obwohl zwei von ihnen Nachbarinnen sind. „Wir müssen uns verabreden, wenn wir uns sehen wollen“, sagt Annkatrin zu Kristina. „So ein Tag mit Kind vergeht schnell.“

Die 30-jährige Kristina und die 31-jährige Annkatrin legen eine einjährige Babypause ein. „Wenn nicht noch ein drittes Kind kommt“, fügt Annkatrin schnell hinzu. Die gelernte Krankenschwester genießt die Zeit und weiß wie Kristina, dass sich beide jetzt um einen Platz in der Kinderkrippe kümmern müssen. Annkatrin lobt das dänische System: Arbeitnehmer in Dänemark bekämen automatisch einen Krippenplatz, wenn der Nachwuchs ein halbes Jahr alt sei.

Den Krippenplatz hat Studentin Claudia schon gebucht und noch einen Plan für die Zukunft in petto: Kurz nach Lottes Geburt und zum Fest der Liebe hat sie dem romantischen Antrag ihres Freundes zugestimmt. Nächstes Jahr ist Hochzeit. Wie sagte Kristina: Auf Familienfesten der Sothmanns werde es nie langweilig.

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