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Hasselberg : Hasselberg will Schandfleck loswerden

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Zwangsversteigerung abgewendet: Die Eigentümerin der Brandruine in Schwackendorf zahlt Aussenstände.

shz.de von
erstellt am 20.Okt.2017 | 12:50 Uhr

Das Amtsgericht Flensburg hat die von ihm verfügte Zwangsversteigerung des Grundstücks mit der Brandruine in Schwackendorf zurückgenommen. Klägerin war die Gemeinde Hasselberg gegen die auswärtige Eigentümerin, weil sie ihren finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Kommune seit 2014 nicht nachgekommen war. Doch hat sie jetzt die Notbremse gezogen. Wie Bürgermeister Hans-Heinrich Franke erläutert, sind inzwischen alle ausstehenden Gelder, darunter die fällige Grundsteuer und die Gebühren für die Abwasserentsorgung, nachgezahlt worden. Damit hat die Eigentümerin auf den letzten Drücker die juristische Entscheidung abgewendet, dass ihr Anwesen unter den Hammer kommt und sie finanziell gesehen leer ausgeht.

Geblieben jedoch ist – sehr zum Unmut der Schwackendorfer Einwohner – der Anblick der Ruine, die als hässlicher Schandfleck gilt. Nach den Worten des Bürgermeisters will sich die Kommune jetzt beim Kreis Schleswig-Flensburg doppelte Unterstützung holen: bei der Kreisabfallbehörde wegen der verstreut liegenden Trümmer und bei der Bauaufsicht wegen der letzten stehengebliebenen Mauern und Wände. Die Eigentümerin will dem Vernehmen nach versuchen, das Anwesen privat zu veräußern. Sie hat außerdem zugesagt, endlich das Gelände mit einem Zaun zu sichern, damit sich dort spielende Kinder keinen Zugang verschaffen und möglicherweise zu Schaden kommen.

Als erfreuliche Nachricht bezeichnet Franke die Tatsache, dass für das angedachte Ferienhausgebiet in Küstennähe ein Investor aus Schleswig-Holstein gefunden wurde. Dieser beabsichtigt, auf einem vier Hektar großen Gelände 20 bis 40 Häuser zu bauen und sie anschließend zu vermarken. Zuvor verlangt die Landesregierung vom Planer eine Standortanalyse.

Aus Sicht der Hasselberger Gemeindevertreter ist dieses Projekt von Bedeutung, weil sie später ihre Finanzlage durch ein Mehraufkommen von Zweitwohnungssteuer aufbessern kann. Zugleich wird laut Franke der zu bemerkende Schwund an Ferienquartieren in der Ostangelner Küstengemeinde entgegengewirkt. Parallel dazu sollen in Schwackendorf die Weichen für eine weitere Neubausiedlung namens „Süderfeld III“ gestellt werden. Gespräche mit dem Landeigentümer laufen bereits. Im Winter sollen die Planungen beginnen. Zwölf Familien haben beim Bürgermeister bereits Interesse an einem Grundstückserwerb bekundet, obwohl ja auf dem Gelände bislang nur Feldfrüchte wachsen.

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