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Fehrensholz : Hasselberg plant ein Ferienhausgebiet

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Ein Investor will Häuser am Fehrensholz errichten. Die Landesplanung verlangt vorab eine Standortanalyse.

shz.de von
erstellt am 23.Jun.2017 | 14:22 Uhr

Hasselberg | Die Ostangelner Küstengemeinde Hasselberg strebt schon seit Jahren nach einer dem Tourismus dienenden baulichen Erweiterung. Genauer gesagt: In der Nähe der Ostsee möchten die Mandatsträger dazu beitragen, dass ein Ferienhausgebiet entstehen kann. In der Vergangenheit waren allerdings ähnliche Projektideen schon zweimal von den Behörden verworfen worden.

Hauptgrund dafür war die Lage der angedachten Flächen in sogenannten FFH-Zonen. Dabei handelt es sich um spezielle europäische Schutzgebiete, in denen laut Richtlinien der Bestand und Erhalt der Flora und Fauna sowie anderer Lebensräume festgeschrieben ist.

Doch in Hasselberg keimt jetzt neue Hoffnung auf. Nach den Worten von Bürgermeister Hans-Heinrich Franke hat sich ein ungenannter Investor bereit erklärt, ein Ferienhausgebiet auf einer Fläche von vier Hektar zu realisieren. Gegenwärtig dient das vorgesehene Bauland, das südöstlich direkt an das Waldstück Fehrensholz angrenzt, als von der Landwirtschaft genutzte Ackerfläche. Erst in einiger Entfernung liegt das Flurstück Schellrott, von wo aus der Strandbereich und die Parkplätze erreichbar sind.

Franke: „Es entsteht in der zweiten Reihe – ohne Ostseeblick.“ Die Grenze zum FFH-Gebiet wird von der Baulandfläche nicht überschritten. Der Landeigentümer hat längst seine Zustimmung zum Landverkauf signalisiert. Wie viele Gebäude errichtet werden sollen, steht noch nicht fest. Die Kommunalpolitiker können sich aber mit der Absichtserklärung des Investors anfreunden, die Ferienhäuser nicht an Urlauber zu vermieten, sondern dafür sogleich Käufer zu finden. Bürgermeister Franke erklärte dazu: „Wir erhalten dann neue Einnahmen aus der Zweitwohnungssteuer und der Touristenabgabe.“

In ersten Gesprächen mit Vertretern des Kreises Schleswig-Flensburg sei eine positive Bewertung des Projektes signalisiert worden. Doch die Landesplanungsbehörde verlangt eine Standortanalyse. In diesem Gutachten sollen Sachverständige abwägen, ob die Planung mit den Umweltbestimmungen in Einklang stehen würde. Die Kosten für diese Untersuchung tragen der Investor, der Landeigentümer und die Kommune gemeinsam. Für Hasselberg fällt ein Anteil von 3900 Euro an. Dieses Geld fließt an die Gemeinde zurück, wenn die ersten Grundstücke verkauft sind.

Weiteres in Kürze:
>In Schwackendorf soll nach dem Willen der Mandatsträger ein weiteres Baugebiet erschlossen werden. Vorgesehen ist – angrenzend an die neue Siedlung „Süderfeld II“ – die Erschließung von 13 Grundstücken. Wie Hans-Heinrich Franke erwähnte, sind inzwischen alle Bauplätze in Schwackendorf verkauft, sodass weiterer Handlungsbedarf bestehe.

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