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Flensburger Tageblatt

18. Oktober 2017 | 17:26 Uhr

Harrislee löscht mit der Luxusklasse

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Freiwillige Wehr stellt neues Fahrzeug in Dienst und der Bürgermeister zahlt die Rechnung über 316 000 Euro

shz.de von
erstellt am 07.Okt.2015 | 09:30 Uhr

So ansehnlich der jüngste Spross der Freiwilligen Feuerwehr Harrislee ist, so ansehnlich war auch sein Empfang. Die Cheerleader des TSB Flensburg (heizen sonst für die Footballmannschaft Sealords vor) begrüßten das neue Löschfahrzeug der Freiwilligen Harrisleer Wehr mit rotem Konfettiersatz. Die Gemeinde ließ sich den neuen Wagen 316  720 und 16 Cent kosten und brachte damit den Fuhrpark der Gemeinde sowohl für technische Hilfeleistung als auch Brandbekämpfung auf den neuesten Stand.

Es war auch höchste Zeit. Denn der Feuerwehrbedarfsplan wies für die Gemeinde eine negative Sicherheitsbilanz aus. Harrislee brauchte dringend Verstärkung. Bereits 2013 fanden daher zwischen Gemeindeverwaltung und Feuerwehr erste Gespräche zur Beschaffung eines Hilfsgruppenlöschfahrzeugs (HLF 20) statt. Kennzeichnen für ein HLF ist, dass es zusätzlich zur Löschausrüstung noch umfangreiche Gerätschaften für technische Hilfeleistung an Bord hat. Im Bedarfsplan von 2012 war eigentlich die Beschaffung eines weniger üppig ausgestatteten Feuerwehrautos als Ersatz für ein ausgemustertes Altfahrzeug beschlossen worden. Aus einsatztaktischen Gründen und nach wirtschaftlicher Betrachtung wurde im April 2013 der Beschluss geändert und die Anschaffung des HLF 20 entschieden.

Bürgermeister Martin Ellermann, der letztendlich für den neuen Wagen zahlen muss, trug es mit Fassung. Ein Rolls Royce wäre zweifellos teurer geworden – mit weniger Nutzen für Harrislee. „Auch wenn das wieder einmal ein kostspieliger Besuch bei der Wehr ist, sind die reinen Fahrzeugkosten gut investiert“, meinte Ellermann. „Schließlich geht um unsere Sicherheit!“, der Bürgermeister hatte sich in den vergangenen Tagen den „Neuen“ der Feuerwehr ausführlich zeigen lassen und war angetan von den Funktionalität und den technischen Möglichkeiten. Für Ellermann steht fest, dass die Harrisleer Wehr am Ende irgendwie doch einen Rolls bekommen hat. „In seiner Klasse lässt der Wagen kaum Wünsche offen. Wir befinden uns hier immerhin in der Königsklasse der Löschgruppenfahrzeuge!“

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