Harrislee gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus

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23. Januar 2015, 10:45 Uhr

Am Dienstag, 27. Januar, wird um 11.30 Uhr beim Mahnmal am Grenzübergang Harrislee/Padborg der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Die Gedenkveranstaltung beginnt mit der Begrüßung durch Bürgervorsteher Karl H. Rathje. Darauf folgt die Ansprache des dänischen Generalkonsuls Dr. Henrik Becker-Christensen. Anschließend tragen Schüler der Duborg-Skolen und der Zentralschule Harrislee Texte vor. Abschließend werden Kränze niedergelegt.

Der ehemalige Harrisleer Bahnhof ist Teil eines traurigen Geschichtsabschnitts des Landes. Etwa 1600 Gefangene des Lagers Fröslee waren von dort aus mit Viehwaggons in die Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz, Dachau und Neuengamme verfrachtet worden.

Die Gemeinde Harrislee freut sich sehr über die bereits 16 Jahre währende Patenschaft der beiden Schulen für das Mahnmal am ehemaligen Harrisleer Bahnhof. In absehbarer Zeit werde es keine Zeitzeugen mehr geben, die jüngeren Generationen von ihren Erfahrungen berichten könnten. Umso wichtiger sei es, das Wissen um die Gräueltaten der NS-Terrorzeit an künftige Generationen zu vermitteln. Nur so könnten die Lehren aus der Geschichte das Handeln für die Gestaltung der Zukunft leiten.

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