Flensburger Förde : Harrislee erfindet seinen Strand in Wassersleben neu

 Planungsteam: (von links) Gemeinde-Ingenieur Thomas Petersen, Bürgermeister Martin Ellermann, Bürgervorsteher Karl H. Rathje.
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Planungsteam: (von links) Gemeinde-Ingenieur Thomas Petersen, Bürgermeister Martin Ellermann, Bürgervorsteher Karl H. Rathje.

Die Wasserslebener Promenade und das Strandbad sollen für 850.000 Euro aufgewertet werden.

shz.de von
30. Januar 2018, 16:18 Uhr

Wassersleben | Noch kennzeichnet der Charme der siebziger Jahre die Wasserslebener Strandpromenade. Die Holzpalisaden müssten in jedem Fall instand gesetzt werden. Das nimmt die Gemeinde Harrislee zum Anlass, das Strandbad grundsätzlich aufzuwerten. „Wir möchten die Aufenthaltsqualität erhöhen und die Trennung von Fußgängern und Radfahrern teilweise ermöglichen“, berichtet Bürgermeister Martin Ellermann. 850.000 Euro hält der Haushalt 2018 für den Umbau vor. „Landesfördermittel von mindestens 60 Prozent sind uns mündlich in Aussicht gestellt“, ergänzt er. „Erst wenn der Bescheid kommt, fangen wir an.“

Im Rahmen einer Informationsveranstaltung wurde Interessierten der Plan des Landschaftsarchitekten Arne Siller aus Kiel vor und zur Diskussion gestellt. „Die Bürgermeinung ist uns wichtig“, sagt Ellermann. Die Anregungen und Bedenken würden nun in der Politik ausgewertet. Im Vorwege hatten sich Kommunalpolitik und Verwaltung bei einem gemeinsamen Termin in Heiligenhafen Anregungen zur Funktionalität geholt. Siller hat ein Gesamtkonzept zur Gestaltung des Geländes zwischen dem Yachthafen im Süden und der gefassten Quelle am Parkplatz Strandpavillon erarbeitet.

Mit dem ersten Bauabschnitt zwischen dem Strandpavillon und der Strandzufahrt zum Hotel Wassersleben möchte die Gemeinde in diesem Jahr beginnen. Gemeinde-Ingenieur Thomas Petersen nennt die geplanten Details der Planung: Die heute harte Kante zwischen Promenade und Strand soll weich, maritim natürlich gestaltet werden mit sanften, vor allem mit Strandhafer, vereinzelt Sanddorn, bepflanzten Dünen-artigen Übergängen. Die Wege für Radfahrer und Fußgänger werden getrennt, ein Rollstuhl- und Rollator-gerechter Weg führt bis an die Wasserkante, es gibt Sitzstufen zum Strand hin, in einigen Bereichen auch Drehliegen. Positiv nahmen Anwohner vor allem die geplante Aufpflasterung der Straße an den Übergängen vom Parkplatz zum Strand auf: Sie soll den Verkehr beruhigen und gleichzeitig den maritimen Charakter der Umgebung hervorheben.

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