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Mobil durch Flensburg : Handy als Stadtführer und Fahrplan

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Bus ahoi! Flensburg ist mit einem Internet-gestützten Informationssystem an Bushaltestellen anderen Gemeinden weit voraus. Der Service ist bereits an 15 Haltestellen verfügbar.

Es klingt kompliziert, ist aber eigentlich ganz einfach: Wer ein Handy mit Internet-Verbindung hat, kann ab sofort an der Bushaltestelle Informationen abrufen, die man an der Bushaltestelle so braucht. Vor allem: Wann kommt der Bus, auf den ich warte, wann kommt ein Bus, den ich vielleicht auch nehmen könnte? Was gibt es Interessantes rund um die Bushaltestelle zu sehen? Welche Geschäfte finde ich hier? All das und noch ein bisschen mehr kann das neue Fahrgast- oder Haltestellen-Informationssystem „Bus ahoi!“, das schon an 15 Haltestellen in der Innenstadt verfügbar ist.

30 bis 50 sollen es bald sein, sagen Joachim Kaulbars und Detlef Parthie von der Stadt Flensburg. „Wir nehmen nur die mit touristischem Hintergrund“, so Kaulbars. Die beiden betreuen das Projekt seitens der Stadt; der Macher von „Bus ahoi“ ist aber der Diplom-Ingenieur Hans Protschka, der den Dienst in einem dreistufigen Verfahren entwickelt hat.

Vieles ist jetzt schon verfügbar, anderes soll folgen, ist aber von den Busbetrieben abhängig. So kann das System dem Nutzer die Ankunft des nächsten Busses in Echtzeit melden, benötigt aber hierfür ein Signal des jeweiligen Fahrzeuges. Daran werde gearbeitet, hieß es bei der Vorstellung des Dienstes im Rathaus. Schon heute kann man auf der Seite von Aktiv-Bus im Busradar sehen, wo in der Stadt welcher Bus gerade wohin unterwegs sind. Auch das ist bei „Bus ahoi“ abrufbar. „Diese Information hilft aber nur weiter, wenn man etwas Ortskenntnis hat“, so Kaulbars.

Die Seite wird über einen QR-Code aktiviert, der an den Haltestellen angebracht ist. Der ist so groß, dass er auch aus einer gewissen Entfernung funktioniert – wichtig für Rollstuhlfahrer. Bei Aufruf erscheinen genau die Informationen für die jeweilige Haltestelle, man muss also nicht erst suchen und sich durchklicken.

Im Bereich Tourismus und Sehenswürdigkeiten gibt es Informationen unter anderem über das Schifffahrtsmuseum (mit Video) und das Nordertor, aber auch über Attraktionen in der Region wie zum Beispiel das Ziegeleimuseum in Cathrinesminde bei Broager. Bei den Dienstleistern wird zum Beispiel Braasch Rum porträtiert. Das Ganze wird auf Deutsch, Englisch und Dänisch angeboten. Wie heute üblich, können die Schriftgröße und die Farbeinstellungen variiert werden.

Die Stadt ist in dieser letzten Stufe des Projektes mit rund 5000 Euro beteiligt. Richtig viel Geld ist in der ersten Projektphase geflossen, die von August 2009 bis September 2012 dauerte. In dieser Zeit wurde die technische Plattform geschaffen, die universelle Anwendungen im Bereich ÖPNV, Tourismus und Dienstleistungen ermöglicht und von jedem genutzt werden kann. Dieses Projekt mit dem Namen „Mais“ würde mit einem siebenstelligen Betrag im Rahmen des Zukunftsprogramms Wirtschaft öffentlich gefördert. Aufbauend auf Mais entwickelte Protschka den mobilen Informationsdienst k.now mit einer entsprechenden App, aus der wiederum die konkrete, auf Flensburg bezogene Nutzung „Bus ahoi“ wurde.

Laut Protschka funktioniert das System mit fast allen Handys, nicht nur Smartphones, sofern sie über einen Internet-Empfänger und einen QR-Scanner verfügen.

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erstellt am 20.Feb.2014 | 15:45 Uhr

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