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Flensburger Tageblatt

24. Oktober 2017 | 04:19 Uhr

Flensburg : Handwerker übernehmen das KBA

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

25 Jahre nach der Sanierung des Komplexes in Mürwik steht jetzt wieder eine umfassende Grundsanierung bevor. Die Mitarbeiter werden dann Ausweichquartiere beziehen.

shz.de von
erstellt am 28.Apr.2016 | 13:30 Uhr

Flensburg | Den rund 900 Mitarbeitern des Kraftfahrt-Bundesamtes stehen Jahre bevor, die von Umzügen und Handwerkereinsätzen bestimmt sind. 25 Jahre nach der Sanierung des Komplexes in Mürwik steht jetzt wieder eine umfassende Grundsanierung bevor. Die Gebäude sollen auf den neuesten Stand der Energieeinsparung gebracht werden. Eine weitere große Aufgabe: Brandschutz.

Die letzte große Sanierung des Gebäudes war erst in den 1990er Jahren – und nun schon wieder? Pressesprecher Stephan Immen erläutert: „Das ist ja auch schon 25 Jahre her.“ In dieser Zeit hätten sich zahlreiche Vorschriften geändert, an deren Anforderungen das Gebäude angepasst werden müsse. Brandschutz sei dafür ein wesentliches Beispiel.

Zuständig für die aktuelle Ausschreibung der Architekten- und Ingenieursleistungen ist die „Gebäude-Management Schleswig-Holstein“ (GMSH) mit ihrer Zentrale an der Kieler Gartenstraße. Stephan Immen bestätigt: „Es handelt sich um die Grundsanierung des KBA-Dienstgebäudes. Der Beginn der Maßnahme ist für 2019 geplant. Da in diesem Zusammenhang auch die energetische Sanierung des Gebäude B mit Fassadenerneuerung verbunden ist, wird wahrscheinlich auch eine anderweitige Unterbringung von Mitarbeitern notwendig werden. Wo und wie diese Ausweichmöglichkeiten dann zur Verfügung gestellt werden, ist derzeit noch nicht bekannt.“

Die Ausschreibung nennt weitere Details: Beide Teile des KBA-Komplexes sind von den Arbeiten betroffen: Das Gebäude A – das zur Fördestraße hin stehende Hochhaus – und das Gebäude B im Hintergrund. Die Bruttogeschossfläche wird mit 24  000 Quadratmetern beziffert – Bürogebäude „einschließlich Rechenzentren und Druckerei“.

An Einzelheiten sind in der Ausschreibung benannt: „Energetische Sanierung der Gebäudehülle Haus B durch Erneuerung des Daches, der Fassade und der Fenster. “ Für das komplette Haus B ist das Umsetzen von Brandschutzmaßnahmen gefordert, für das Vorderhaus in zwei Etagen.

Verschleiß-bedingt sind die Erneuerung von Bodenbelägen und Malerarbeiten in Fluren und Büros beider Gebäude. Das Kraftfahrt-Bundesamt als Behörde mit Sicherheitsbedürfnis soll mit einer Gebäude-Funkanlage ausgestattet werden. Weiter sind auf dem technischen Sektor die Erneuerung des elektrischen und des IT-Netzes, die Erneuerung der Brandmeldeanlage und die Einrichtung einer „voice-over-IP“-Kommunikationsanlage genannt sowie ein Austausch der Lampen.

Als besonders wichtig benennt die Ausschreibung die Optimierung der Rechenzentren, die „ebenfalls im laufenden Betrieb in einem Sabotageschutzbereich durchzuführen ist“. Sämtliche Teile der IT-Ausstattung sind in Sicherheitsräumen unterzubringen. Zur Sicherheit sollen im Bereich Klima und Stromversorgung zusätzliche Ausstattungen installiert werden. Schlusstermin für den Eingang der Angebote ist der 4. Mai.

In der Ausschreibung findet sich kein Hinweis auf Platz für zusätzliche Mitarbeiter, die irgendwann für das Thema Pkw-Maut zuständig sein könnten. Vielleicht hat die Bundesbehörde hier einen Vorgang, der zum Vorbild werden kann: Vor einem halben Jahr lagerte das Kraftfahrt-Bundesamt eine Abteilung in Gebäude des einstigen Marine-Fernmeldestabes 70 an der Marineschule Mürwik aus. Diese Gebäude waren mehrfach als Flüchtlingsquartiere in Rede, was die Bundeswehr mit Hinweis auf die Sicherheitslage der Marineschule zurückwies.

Bei der Sanierung in den 90er Jahren wurde ein anderer Weg gewählt: Weil es in der Nachbarschaft damals keine Quartiere gab, wurde gebaut. Mehrere zweistöckige Behelfsbauten, Stein auf Stein gemauert, entstanden an der rückwärtigen Zufahrt des KBA-Geländes. Weil damals auch das Rathaus saniert werden musste, nutzte die Stadtverwaltung diese Bauten, um ihre Mitarbeiter später dort unterzubringen. Danach wurden diese Ausweichbauten wieder abgerissen – bis auf einen, der noch heute in Betrieb ist.

 

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