Kammer Flensburg : Handwerk blickt nach Frankreich

Schon fast freundschaftliche Kontakte: Die beiden Präsidenten Joël Fourny (links) und Jörn Arp.
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Schon fast freundschaftliche Kontakte: Die beiden Präsidenten Joël Fourny (links) und Jörn Arp.

Deutsch-französischer Austausch mit Nantes bei Azubis und Beratern geplant

shz.de von
07. Juni 2017, 13:46 Uhr

Die Flensburger Handwerkskammer schielt nach Frankreich. Präsident Jörn Arp und sein Hauptgeschäftsführer Udo Hansen haben Kontakte zur Partnerkammer mit dem klangvollen Namen „Chambre de métiers et de l’artisanat de région des Pays de la Loire“ geknüft. Die Region Pays de la Loire mit dem Zentrum Nantes (300  000 Einwohner) ist Schleswig-Holsteins französische Partnerregion.

Für Jörn Arp (52), der als junger Zimmerer auf der Walz durch Frankreich zog, ist es auch gut 70 Jahre nach dem Krieg ein Beitrag zur Völkerverständigung und eine ideale Plattform, um Austausch zu organisieren. Arp und Hansen denken dabei einerseits an 14-tägige Besuche von Auszubildenden aus Gewerken wie Elektro, Kfz und Ernährung, wo die Region Nantes viele Kompetenzen besitzt. „Es soll aber auch Personalaustausch geben, insbesondere im Bereich der Beratungsangebote“, sagt Udo Hansen. Deshalb möchte Hansen seinen Technologietransfer-Beauftragten zu einem seiner ersten Frankreich-Reisenden machen. Schließlich sei die Digitalisierung auf allen Ebenen ein besonders wichtiges Feld für den Austausch. Ein glücklicher Umstand, der das Kontakteknüpfen ungemein erleichterte: Der Generalsekretär (Hauptgeschäftsführer) Jean-Marc Mignon spricht perfekt Deutsch. Jörn Arp ist sich darüber hinaus aber sicher, dass Handwerk in Deutschland und Frankreich ganz ähnlich tickt – und dass es kein Problem sein sollte, sich mit Händen, Füßen und Englisch zu verständigen.

Bei den Azubis kann sich Hansen Gruppen von bis zu 20 jungen Leuten vorstellen, die dann idealerweise in der Familie des Gastgeber-Azubis wohnen sollten. Schon im Oktober zur großen Lebensmittelmesse in Nantes könnten die ersten fünf bis acht Lehrlinge vom Fleischer bis zum Konditor die neue Verbindung testen. Umgekehrt habe schließlich auch die Flensburger Region den jungen Franzosen viel zu bieten: „Der Austausch muss mit Betreuung und kulturellem Programm laufen.“

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