Handewitt will noch stärker auf Photovoltaik setzen

Das Gelände für den 'Solarpark Simondys' wird bereits vorbereitet. Foto: kirschner
Das Gelände für den "Solarpark Simondys" wird bereits vorbereitet. Foto: kirschner

Gemeinde treibt Realisierung von drei weiteren Solarparks voran / Anlage Ellund-Simondys in den Startlöchern

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08. Mai 2012, 05:46 Uhr

Handewitt | Die Zeit drängt. In Handewitt sollen drei weitere Flächen für Photovoltaik ausgewiesen werden. Die Planungen liefen schon, bevor das Erneuerbare Energiegesetz (EEG) zum 1. Januar geändert wurde. Um die Übergangsfrist nicht zu gefährden, wurde nun eine außerordentliche Gemeinderatssitzung einberufen. Sechs einstimmige Beschlüsse, jeweils drei zu Änderungen im F-Plan und zu den betreffenden B-Plänen, wurden gefasst. Derweil soll ein erster Solarpark bereits Ende Juni ans Netz gehen. In Ellund-Simondys werden gerade auf acht Hektar Pfeiler eingesetzt und Module befestigt.

Mit den drei neuen Arealen würde der gesamte Handewitter Photovoltaik-Bereich auf insgesamt 23 Hektar anwachsen. Als Vorhabenträger tritt jeweils eine Firma aus Heide auf: die "Prack Consult". Sie entwickelt die technische Umsetzung und verhandelt mit der Gemeinde, um dann private Investoren ans Ruder zu lassen. Den größten "Brocken" macht der "Solarpark Weding" (B-Plan 41) aus. Dessen acht Hektar Fläche liegen direkt an der Autobahn und grenzen an ein ähnliches Vorhaben der Gemeinde Oeversee.

In Gottrupel hatte man sich für die Aufstellung zweier B-Pläne entschieden. "Das langsamste Fahrzeug gibt die Geschwindigkeit vor", hatte der Planungsexperte Manfred Demuth im vorgeschalteten Planungs- und Umweltausschuss erklärt. Im kleinen Handewitter Ortsteil sollen die Solarmodule auf ehemaligen Deponien errichtet werden. Der erste Teil (B-Plan 42) hat nun die Planungsmühlen passiert, zur Kontrolle des Untergrundes sollen zwei Gaspegel gesetzt werden. Der B-Plan hingegen wird in Kürze öffentlich ausgelegt. Der Kreis ist zum Ergebnis gekommen, dass das Gebiet "ausgegast" sei.

Im Planungs- und Umweltausschuss wunderte sich ein Anwohner über dieses Resultat und berichtete von Altlasten: Autowracks, Flugasche und Bauschutt. Im Gremium herrschte Irritation über die Ausgleichsfläche im Offenbütteler Moor am Nord-Ostsee-Kanal. Entgegen des kommunalen Grundsatzes konnte auf die Schnelle keine Alternative auf Handewitter Territorium gefunden werden.

Die Sitzung ging insgesamt "entspannt über die Bühne", berichtete die stellvertretende Bürgervorsteherin Brigitte Erichsen, die die Sitzung anstelle des abwesenden Bernd Rehmke leitete. Voran geht es beim Gesundheitszentrum. Für die Sozialstation ist ein Vertrag zwischen Gemeinde und Investoren ausgehandelt. Die Einrichtung soll als Untermieter der Kommune fungieren. Für das Glanzlicht sorgte Kaj Clausen: Der komplette Gemeinderat würdigte die Leistung des SSW-Mannes, der seit 30 Jahren ununterbrochen ein Mandat besitzt.

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