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Flensburger Tageblatt

16. Dezember 2017 | 03:14 Uhr

Mehr Wohnraum : Handewitt wächst weiter

vom

Noch in diesem Monat Spatenstich für letzten Abschnitt Ahrenshöh / Baubeginn für Wohnpark Norderkamp steht bevor

shz.de von
erstellt am 11.Mai.2013 | 06:42 Uhr

Handewitt | Mögen die Nachbarn argwöhnisch nach Handewitt schauen, mag sich die Landesplanung manchmal über eine "chaotische Entwicklung" wundern und mögen für einen Zeitraum bis 2020 derzeit nur wenige Wohnkontingente zur Verfügung stehen - der Ort an der Autobahn scheint fast zwanghaft zu wachsen. Noch für Mai ist der erste Spatenstich für den dritten und letzten Abschnitt des Baugebiets "Ahrenshöh" vorgesehen. Und unweit des Ortszentrums steht ein weiteres Vorhaben in den Startlöchern: der "Wohnpark Norderkamp", der in zweigeschossiger Bauweise 38 Einheiten umfasst - für Mieter und Eigentümer.

Am Mittwoch sollen im Gemeinderat der städtebauliche Vertrag und die notwendige B-Plan-Erweiterung abgesegnet werden. Im vorgeschalteten Planungs- und Umweltausschuss wurden die Vorlagen einstimmig durchgewunken. Planer Heiko Linke sprach von einem "schlanken Verfahren" und wenigen Stellungnahmen - obwohl die Unterlagen für einen Monat in der Gemeindeverwaltung einzusehen waren. "Vielleicht hat ja mal jemand reingeschaut - Bedenken und Anregungen seitens der Öffentlichkeit gab es aber nicht", so Linke schmunzelnd. Die beiden Investoren Gerald Müller und Holger Meyer (M&M Grundstücksgesellschaft) wollen in der zweiten Jahreshälfte mit den Bautätigkeiten starten.

Was die Sache für die Kommunalpolitik einfach macht: Wegen seiner Mehr-Generationen-Philosophie ist der Wohnpark als "Leuchtturm-Projekt" anerkannt. Damit muss es bei der Berücksichtigung der zugeteilten Wohnkontingente nicht berücksichtigt werden. Und das sind nach aktuellem Stand für Handewitt nur 91 bis zum Jahr 2020. 44 Einheiten werden für die "Ahrenshöh" draufgehen. Der Rest - so hofft man - kann in einer Koordinierungsrunde Anfang Juni für die 56 geplanten Wohnungen im zukünftigen Ortszentrum passend gemacht werden. Vor Kurzem tauschten sich die Vertreter der Raiffeisenbank und der Gemeinde aus. Beide wollen das Prestige-Projekt gemeinsam entwickeln. "In einem Rutsch", so Wolfgang Hennig (SPD), Vorsitzender des Planungs- und Umweltausschusses.

Und danach? Weitere Ideen gedeihen auf der Geest. In den Norderkamp-Plänen ist bereits eine Zufahrt zu einer weiteren potenziellen Wohnfläche enthalten. Für das Areal direkt an der ehemaligen Bahntrasse wurde schon 1997 ein B-Plan aufgestellt, der allerdings wegen der damals noch gewerblichen Nutzung des Raiffeisenbank-Warenlagers versandete. Die ist längst Geschichte, dennoch gingen bislang mehrere Versuche, die Planungen für rund ein Dutzend Einfamilienhäuser zu reaktivieren, ins Leere. Nun jedoch ein kleiner Fortschritt: Der Planungs- und Umweltausschuss plädierte dafür, einen B-Plan aufzustellen.

Hennig hatte allerdings gleich einen Dämpfer zur Hand: "Wir machen ja nur einen Aufstellungsbeschluss. Alles weitere muss die neue Gemeindevertretung klären." Hoffnungen setzt Handewitt in jedem Fall in das laufende Monitoring zur Stadt-Umland-Vereinbarung. Vielleicht springen ja weitere Wohnkontingente ab oder ein diskutierter regionaler Fonds mit monetären Ausgleichsmechanismen bietet neue Möglichkeiten. Bedarf besteht in Handewitt - und auch in den anderen Ortsteilen. Dieter Neugebauer (KWG) mahnte an: "Wir hören immer wieder Kommentare von Bürgern aus Weding oder Jarplund: Vergesst uns nicht!"

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