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Flensburger Tageblatt

11. Dezember 2017 | 22:12 Uhr

Handewitt hofft auf Hilfe aus Kiel

vom

Zur Sanierung maroder Straßen ist die Gemeinde auf die angekündigte Aufstockung der Landesmittel für Infrastruktur-Maßnahmen angewiesen

shz.de von
erstellt am 16.Aug.2013 | 12:44 Uhr

Handewitt | Ehre, wem Ehre gebührt. Insgesamt zehn Gemeinderäte der letzten Wahlperiode gehören nicht mehr der Handewitter Gemeindevertretung an. Acht ehemalige Kommunalpolitiker, die zusammengerechnet 83 Jahre ein Mandat inne hatten und Ämter wie Bürgervorsteher, Ausschuss- oder Fraktionsvorsitzender bekleideten, erschienen nun zu einer kleinen Verabschiedung im Rahmen des Gemeinderates, der diesmal in der Aula der Gemeinschaftsschule tagte.

Der Sitzungsbeginn wurde extra um eine halbe Stunde vorverlegt. "Es waren keine leichten Jahre, es gab Berge von Vorlagen", bemerkte Bürgermeister Dr. Arthur Christiansen. Bernd Rehmke (seit 1990), Hans-Christian Böwes (1998), Dietrich Manusch (2001), Andreas An dresen (2003), Jürgen Kühn (2005), Oluf Hoppe (2008), Joachim Harms-Abildgaard (2008) und Klaus Kutz (2008) erhielten Urkunde und je eine Chronik.

Einer machte sogar ein paar "Überstunden": Jürgen Kühn (CDU) fungierte über die Wahlperiode hinaus als erster Stellvertreter des Bürgermeisters, da seine desig nierte Nachfolgerin Brigitte Erichsen (KWG) kurz vor der konstituierenden Sitzung aus gesundheitlichen Gründen ihr Mandat zurückgegeben hatte. Mit zwei Sprechstunden und einer Einschulung erlebte Kühn eine ereignisarme Sommerzeit und schied nun aus dem Amt. Friedrich Reese (KWG) zog in den Gemeinderat ein und wurde auf Anhieb zum neuen Bürgermeister-Stellvertreter gewählt. Für den Anfang Juli ausgeschiedenen Hans-Christian Böwes (SSW) rückte Jörg Clausen nach. Neuer zweiter Stellvertreter des Bürgervorstehers ist der SSW-Fraktionschef Per Wietz.

Das Thema "marode Straßen" beschäftigt auch Handewitt. Christiansen ging auf "massive Beschwerden" ein, die die Ellunder über ihre ramponierte Ortsdurchfahrt erheben (wir berichteten). Der Verwaltungschef wollte dieses Thema bei einem Treffen mit dem Landesbetrieb "Straßenbau und Verkehr" am gestrigen Donnerstag aufgreifen und schöpfte Hoffnungen aus der geplanten Aufstockung der Landesmittel für Infrastruktur-Maßnahmen. Dass die Flensburger Straße in Ellund im Kreisvergleich in einem nicht so schlimmen Zustand sei, sagte Christiansen, "kann nicht unser Anspruch sein".

In Gottrupel machen sich Anwohner Sorgen, dass es auf der Lecker Chaussee zu einer starken Zunahme des Lastwagen-Verkehrs kommen könnte. Direkt an der Autobahn, im gemeinsamen Gewerbegebiet von Flensburg und Handewitt (WEG), soll sich eine größere Spedition ansiedeln. Bereits am Montag um 16 Uhr soll in der WEG-Verbandsversammlung der erforderliche Satzungsbeschluss für die Änderung und Erweiterung des B-Plans Nummer 2 "Gewerbegebiet Friesischer Weg" erfolgen. "Andere B-Pläne werden in den Ausschüssen behandelt und im Gemeinderat verabschiedet", wunderte sich Bürger Franz Trezinski. "Ich kann nicht nachvollziehen, dass man hier nur fünf Männer delegiert." Hintergrund: Ins WEG-Gremium entsendet Handewitt vier Gemeinderäte und den Bürgermeister. "Das Planungsrecht ist auf den Zweckverband übertragen", erklärte der Verwaltungsbeamte Rüdiger Vollmer. Kaj Clausen (SSW) regte an, die WEG-Sitzungstermine auch auf der Handewitter Internet-Seite zu veröffentlichen.

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