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Sozialausschuss : Handewitt gehen die Kindergartenplätze aus

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

152 Säuglinge leben im Gemeindegebiet – rund die Hälfte davon in Weding.

shz.de von
erstellt am 20.Okt.2017 | 13:55 Uhr

Handewitt gehört zu den Gemeinden in der Region, in der überdurchschnittlich viele junge Beine unterwegs sind. Für den Ortsteil Weding registrierte das Einwohnermeldeamt zuletzt gar einen Baby-Boom. Normaler Weise schafft ein Jahrgang gerade den dreistelligen Bereich, jetzt leben aktuell immerhin 152 Säuglinge im Gemeindegebiet – rund die Hälfte davon in Weding. „Wir brauchen schnelle Lösungen“, erklärte jüngst der Sozialausschussvorsitzende Kaj Clausen im Gemeinderat. „Spätestens zum Mai müssen wir mit einem Ansturm auf die Krippenplätze rechnen.“

Der Wedinger Kindergarten hat bereits sieben Gruppen und soll nicht nochmal erweitert werden. Deshalb rückten zwei andere Einrichtungen ins Blickfeld für zusätzliche Krippenplätze. So soll der ADS-Kindergarten in Jarplund um eine U3-Gruppe erweitert werden. Die genaue Umsetzung wird noch geprüft.

Bereits weiter gediehen sind die Planungen beim evangelischen Kindergarten in Handewitt. Dort soll im nördlichen Bereich des Geländes ein Anbau entstehen, der in etwa mittig an das bestehende Gebäude angebunden werden soll. Die Handewitter Kirchengemeinde als Eigentümerin der Liegenschaft, so Kaj Clausen, habe zugesagt, die Baumaßnahme durchzuführen, wenn die nicht durch Bundes- und Landeszuschüsse gedeckten Kosten von der politischen Kommune übernommen würden.

Zuletzt war auch der „Sanierungsstau“ beim evangelischen Kindergarten ein Thema. Im Juni 2016 hatte der Sozialausschuss eine Summe von 25  000 Euro für diverse Reparaturen bewilligt, die erst zum Teil erledigt sind. Weitere sollen in Kürze folgen, bestätigte Kaj Clausen. Auf eine energetische Sanierung der Fenster und Türen, für die rund 85  000 Euro veranschlagt sind, muss indes weiter gewartet werden. „Zurzeit werden nur Pläne für die Schublade vorbereitet“, erklärte der Ausschuss-Vorsitzende. „Die können dann sofort herausgezogen werden, wenn die richtigen Fördertöpfe vorhanden sind.“

In Handewitt rechnet man mit einem weiteren Zuzug von Familien. Deshalb soll ein zehnter Kindergarten gebaut werden, und zwar im Neubaugebiet „Westlich des Wiesharder Markts“. Die Immobilie soll bis zu sechs Gruppen aufnehmen, aber auch multifunktionale Räume für die Seniorenarbeit bereitstellen. Ein Träger der zukünftigen Einrichtung wird noch gesucht. „Im Spätsommer 2020“, betonte Kaj Clausen, „müssen wir so weit sein, dass der Kindergarten in einem gewissen Umfang den Betrieb aufnehmen kann.“

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