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Themenzimmer : Handball-Helden als Schlafwächter

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die SG Flensburg-Handewitt und der sh:z gestalten Zimmer im frisch eröffneten Hotel Alte Post mit 75 Zimmern. Bisher kann sich Direktor Markus über positive Resonanz freuen.

shz.de von
erstellt am 11.Feb.2015 | 12:00 Uhr

Flensburg | Die ersten Gäste haben vor genau einer Woche eingecheckt. Das war zwar knapp zwei Wochen später als eigentlich geplant, aber egal – jetzt ist es geschafft: Flensburg hat ein neues Hotel, eine neue Kneipe, ein neues Restaurant und vier Zimmer, wie man sie so vermutlich weltweit nirgendwo anders findet. In der rund einjährigen Bauzeit wurden in dem Gebäudekomplex an der Ecke Rathausstraße/Norderhofenden rund elf Millionen Euro investiert; das Land förderte dieses Vorhaben mit 787  000 Euro aus dem Zukunftsprogramm Wirtschaft.

Das große offene Foyer – der vor rund 20 Jahren umbaute und überdachte frühere Innenhof der Post – ist sowohl Rezeption als auch Bar und Lounge samt umweltfreundlichem Kaminofen: „Die Abwärme fließt ins Heizsystem des Hauses“, sagt Hotel-Direktor Markus Schiller, der auch das Strandhotel Glücksburg leitet; beide Häuser kooperieren miteinander. Morgen eröffnet zudem der Pub „Beefeater“ (auf dem Foto hinten in der Ecke), der eine Sky-Lizenz hat und von daher für Sportfans attraktiv ist. Der gesamte Gastronomie-Bereich steht nicht nur den Hotel-Gästen, sondern auch „Externen“ offen. Allein das Restaurant „1871“ – der Name weist auf das Jahr des Baubeginns der Post hin – hat 150 Plätze.

Die 75 Zimmer zwischen 15 und 36 Quadratmeter sind bis auf vier Ausnahmen allesamt im gleichen nordischen Stil eingerichtet. Ansonsten unterscheiden sie sich jedoch in Größe, Schnitt und Fensterform; kein Zimmer ist wie ein anderes. „Die Vorhänge mussten für jedes Zimmer neu ausgemessen werden“, berichtet Kerrin Brandt, die sich in der Alten Post um das Marketing kümmert.

Der Clou sind jedoch die vier Themenzimmer, für die Flensburger Unternehmen als Partner gewonnen wurden. Im Brauerei-Zimmer sind hinter Glas Hunderte bunter Bierflaschen zu bewundern. Handball-Fans schlafen unter einem lebensgroßen Lasse Svan, der gerade zum Sprungwurf ausholt. Hier haben die SG Flensburg-Handewitt und der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag gemeinsam die Gestaltung übernommen. Am Kopf des Doppelbettes bezeugen groß abgebildete Zeitungsseiten die legendären Siege des Handballteams; hier kann man die Deutsche Meisterschaft und den dritten Pokalsieg Revue passieren lassen. Besonderer Gag: Zwei Hocker bestehen aus gepressten Stapeln mit echten Zeitungen.

Regelrecht kunstvoll kommt das Nordschrott-Zimmer daher. Während die Zimmertür klar nach Heavy Metal aussieht, kontrastiert das Interieur mit filigranem Kleinschrott in transparenten Plastik-Quadern, die individuell farbig beleuchtet werden können. Das Bad ist teilweise im Zimmer untergebracht; so kann man aus der Badewanne wahlweise aus dem Fenster oder auf den Fernseher schauen.

„Ich finde, wir haben da ein gutes Produkt auf den Markt gebracht“, sagt Markus Schiller. Die Resonanz der ersten 50 Gäste sei durchweg positiv. Auch mit der Parksituation gebe es keine Probleme; man strebe eine Kooperation mit dem neuen Karstadt-Parkhaus an, das aber bislang noch nicht durchgehend geöffnet sei, so Kerrin Brandt. Im ersten Stock werden bis März die verbleibenden Konferenzräume fertig gestellt. Einer der bereits fertig gestellten ist für Ende Februar gebucht – von der A-Jugend der Berliner Füchse, die beim Nachwuchs der SG zu Gast und standesgemäß in der Alten Post logiert.

 

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