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Hilfsaktion 2. Teil : Hand in Hand für Geflohene und Flensburger in Not

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Bürgerfonds und Verein Flüchtlingshilfe starten gemeinsamen Spendenaufruf für alle Bedürftigen

Genau ein Jahr ist es nun her, dass das Tageblatt groß titeln konnte: „Später Sieg der Bürgerwette“ – Das Ziel von 90  777 Euro für den Bürgerfonds „Flensburg hilft“ wurde sogar übertroffen. Viele Flensburger Einwohner, Unternehmen, Schulen und Behörden hatten sich mit Aktionen an der Bürgerwette beteiligt und dazu beigetragen, dass über 90  000 Euro zusammenkamen für den Bürgerfonds von Stadt, Diakonie und Tageblatt, der Menschen in sozialen Notlagen mit einer Einmalbeihilfe unterstützt. Durch ganz Flensburg rollte im September 2014 diese Hilfswelle.

Was ist seitdem geschehen? Seit Oktober 2014 wurden 443 Anträge aus den Beratungsstellen bewilligt und damit zusammen 81  015 Euro ausgegeben. Seit Gründung des Fonds im Jahr 2011 sind so insgesamt fast 300  000 Euro geflossen – von Menschen aus Flensburg und der Region für Menschen in Not. Eine große Summe sei das, die zeige, dass Flensburger für andere einstehen und diese nicht in ihrer Not belassen wollen, findet Diakoniepastor Thomas Nolte: „Flensburg hilft und unterstützt – das ist ein echtes Markenzeichen dieser Stadt.“ Wünschenswert und nötig sei es, dass dieses weiter so geschieht, denn die Zahl der Menschen in sozialen Schwierigkeiten in dieser Stadt nehme eher zu als ab.

Deshalb wurde – noch im Büro des mittlerweile in Ruhestand gegangenen sh:z-Chefredakteurs Stephan Richter – die Idee zur Aktion „Flensburg hilft weiter“ geboren. Der gemeinsame Aufruf von Bürgerfonds und Flüchtlingshilfe soll deutlich machen, dass die Flensburger in ihrer Stadt und Region alle Menschen in Not im Blick haben – die Flüchtlinge am Bahnhof und in den städtischen Unterkünften ebenso wie die Flensburger, die sich plötzlich in einer Notlage wiederfinden. „Hilfebedürftigkeit hat auch in Flensburg viele Gesichter“, sagt Sozialfachbereichsleiter Horst Bendixen: „Häufig kann die Not aber mit wenig Mitteln gelindert werden.“ Jede Spende helfe dabei.

Niklas Kildentoft und Reiner Rademacher vom Verein Flüchtlingshilfe Flensburg sehen ebenfalls keinen Wettbewerb der Hilfsaktionen, was man schon daran erkenne, dass sich die Kleiderkammer am Bahnhof längst für alle Bedürftigen geöffnet hat. Kildentoft sagt aber auch: „Dass man sich dafür rechtfertigen muss, dass man sich in einer historischen Situation für Menschen in Not, die vor Krieg aus ihrem Land flüchten mussten, einsetzt, finde ich traurig. Ich glaube wir leben in einem Land, in dem jedem, der Hilfe benötigt, auch geholfen wird.“


Bürgerfonds – Flensburg hilft: Diakonisches Werk des Kirchenkreises, Konto bei der Nospa

IBAN: DE 35 2175 0000 0017 0680 02

Flüchtlingshilfe Flensburg e.V.
IBAN: DE36 2175 0000 0164 7341 88
BIC: NOLADE21NOS (Nospa)

 

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erstellt am 24.Okt.2015 | 12:17 Uhr

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