zur Navigation springen

Flensburg : Hafermarkt: Nachbarn verlangen Bürgerbeteiligung

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Wurde das Bauvorhaben schon wochenlang mit den Investoren vorausgeplant? Der Verein zur Erhaltung der östlichen Altstadt kritisiert die Informationspolitik des Flensburger Oberbürgermeisters.

Flensburg | Nach dem Bekanntwerden der aktuellen Pläne für ein gänzlich neues Nahversorgungszentrum auf den rund 4000 Quadratmetern zwischen Johannisstraße und oberer Angelburger Straße hat sich der Verein zur Erhaltung der östlichen Altstadt zu Wort gemeldet: „In Verbindung mit der Bebauung des Hafermarktes werden wir einen Architekten-Wettbewerb und die Beteiligung der Bevölkerung verlangen“, erklärt Vorsitzender Jürgen Helm gegenüber dem Tageblatt. „Die Forderung des Architekten, dass der Bauantrag bis zum Oktober genehmigt sein müsse, halten wir für ein unzulässiges Mittel, sowohl Politik wie Verwaltung unter Druck zu setzen und die Mitwirkung der Bevölkerung auszuhebeln“, schimpft er.

Vergangene Woche war bekannt geworden, dass ein ganz neuer Einkaufskomplex mit deutlich verbessertem Parkhaus und Tiefgarage geplant ist. Die Spielhalle soll dagegen ganz verschwinden. Dafür sollen im Eckbereich in den Obergeschossen kleine altengerechte Wohnungen und studentisches Wohnen entstehen, so die Idee der Investorengruppe. Für diese Planungen gilt nach Angaben der Stadtverwaltung das existierende Baurecht mit einem rechtskräftigen Bebauungsplan. Die Investorengruppe um das Unternehmen Densch & Schmidt, zwei dänische Geldgeber sowie die Uhrmacherfamilie Thomsen vom Hafermarkt und ihre Planer ringen bereits seit rund drei Jahren um einen Kompromiss angesichts der komplexen Eigentumsfragen. Sie hoffen nun, ihre Planungen bereits vor der Sommerpause in der Verwaltung einbringen zu können. Dann könnte der politische Prozess bereits nach den Sommerferien beginnen.

Der Vorsitzende des Vereins der östlichen Altstadt, Jürgen Helm, hat sich indessen in einem Schreiben an Oberbürgermeister Simon Faber kritisch über die Informationspolitik der Stadtverwaltung geäußert: „Stark unzufrieden bin ich jedoch darüber, und das werde ich auch bei der Sitzung der AG Bürgerbeteiligung am 8. Mai zum Ausdruck bringen, dass ein so wichtiges Thema anscheinend über Monate bereits in der Verwaltung behandelt wird, ein anderes Stadtteilforum mit Informationen versorgt wird, ohne den auch direkt betroffenen Verein östliche Altstadt zu informieren“, heißt es dort. Eine solche Vorgehensweise passe überhaupt nicht zu der angestrebten und vom Oberbürgermeister seit über zwei Jahren versprochenen besseren Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Stadtteilforen.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen