Flensburg : Hafenspitze: Freies W-Lan für alle

Kein Netz! SPD-Ratsherr Arne Gräfingschulte versucht, an der Hafenspitze Daten auf sein Smartphone zu laden.
Schlechtes Netz! SPD-Ratsherr Arne Gräfingschulte versucht, an der Hafenspitze ins Internet zu gehen.

Zielgruppe des SPD-Vorschlags sind vor allem dänische Touristen und die Studenten von Fachhochschule und Universität.

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20. März 2014, 08:33 Uhr

Flensburg | In Flensburg soll es bis Ende des Jahres kostenloses W-Lan im öffentlichen Raum geben, zu Beginn vermutlich an der Hafenspitze sowie am Norder- und am Südermarkt. Eine Initiative der SPD-Ratsfraktion stieß im Umwelt- und Planungsausschuss auf viel Zustimmung; bis Ende des Jahres hat die Verwaltung jetzt Zeit, einen praktikablen Vorschlag für die Umsetzung zu machen – wie immer mit möglichst geringer Kostenbeteiligung der Stadt.

Immer mehr Menschen gehen mit ihren Smartphones ständig und überall ins Internet – nicht nur Schüler und Studenten. Bei einer in Flensburg nicht überall guten Netzversorgung der kommerziellen Anbieter kann das bei größeren Datenmengen schnell lange dauern, außerdem kostet es natürlich Geld. Die kleinräumige Versorgung über das W-Lan erlaubt, auch größere Datenmengen relativ schnell auf das Smartphone oder den Tablet-Computer zu laden.

„Wir denken nicht zuletzt an die zahlreichen Tagestouristen aus Dänemark“, sagte SPD-Vertreter Arne Gräfingschulte im Planungsausschuss. Die kommen mit ihren Smartphones nach Flensburg und landen im deutschen Mobilfunknetz. Entweder sie verzichten hier auf mobiles Internet oder es wird teuer. Oder es gibt an ausgewählten Punkten freies W-Lan: Hier können sie sich einen Stadtplan herunterladen, Geschäfte und Restaurants suchen, Lage und Öffnungszeiten der Museen und Kneipen herausfinden, sich über das kulturelle Abendprogramm informieren.

Für die mehr als 8000 Studenten ist das mobile Internet Alltag; „auf dem Campus haben sie überall freies W-Lan“, weiß Gräfingschulte, der in Flensburg studiert hat. Er rechnet damit, dass die heimische Wirtschaft auf den Zug aufspringen wird und das Projekt unterstützt. Das W-Lan könne so konzipiert werden, dass jeder Nutzer, der sich einwählt, zunächst auf einer Seite mit Werbeangeboten lokaler Anbieter landet.

Freies W-Lan hätte die SPD zudem gern in den Stadtbussen. „Immer mehr Schulen stellen ihre Vertretungspläne auf die Homepage, die vor Unterrichtsbeginn abgerufen werden müssen“, heißt es im SPD-Antrag. Mit dem ÖPNV-W-Lan könne man die Busse zu digitalen Klassenzimmern und Seminarräumen machen. Die Grünen wünschen sich bei dem Projekt zusätzlich Netzneutralität und eine genaue Aufschlüsselung möglicher Kosten für die Stadt. Die Linken hätten freies W-Lan ebenfalls gern in den städtischen Liegenschaften.

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