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10. Motorradgottesdienst : Hafenspitze fest in Bikerhand

vom

Ausfahrten für Menschen mit Behinderung heiß begehrt.

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2013 | 07:30 Uhr

Flensburg | "10 Jahre Motorradgottesdienst in Flensburg - das ist eine spannende und abwechslungsreiche Zeit gewesen", begrüßte Uwe Stiller, Biker-Pastor, die zahlreichen Gäste am Sonntag zum Motorradgottesdienst an der Hafenspitze. Unter dem Motto "Back on the road again" trafen sich dort zahlreiche Motorradliebhaber über das Wochenende.

Am Sonnabend waren wegen des schlechten Wetters aber nur 20 Maschinen auf dem Platz. Trotzdem nahmen viele Menschen an den Ausfahrten für Menschen mit Behinderungen teil. "Das ist uns besonders im Sinne der Inklusion wichtig, für Menschen die sich selbst kein Motorrad leisten oder selbst nicht fahren können", berichtet Ulrich Kruse, Diplom-Psychologe und Helfer bei der Bikers-Helpline. Unterstützt wurden die Organisatoren vom Holländerhof in Mürwik.

Nach dem Gottesdienst am Sonntag tourten die Fahrer mit ihren Maschinen um Flensburg herum. Mit dabei war auch die Johanniter-Unfallhilfe-Motorradstaffel Schleswig. Begleitet wurde der Korso von einer Polizei-Eskorte. Dabei legten sie rund 60 Kilometer zurück.

Auch Flensburgs Pröpstin Carmen Rahlf zeigte sich begeistert: "Das ist ein echter Kulturwechsel." Sie kam von einem Gottesdienst in der Marienkirche und war erfreut über die Stimmung, mit der sie an der Hafenspitze in Empfang genommen wurde. Sie betonte, dass der Motorradgottesdienst einfach dazu gehöre, um nach dem Winter wieder auf die Straße zu kommen. Oberbürgermeister Simon Faber begrüßte die Anwesenden und lobte den Pastor: "So ein Engagement brauchen wir." Wie Rahlf wies auch er darauf hin, wie wichtig der Gottesdienst sei, um dem Klischee des kriminellen Motorradfahrers Positives entgegenzusetzen. Er wünschte den Bikern viel Spaß bei der Ausfahrt: "Wir sind eine der wenigen Städte weit und breit, die auch ein wenig Bergstrecke bieten."

Das Geld aus den Teilnahmegebühren der Veranstaltung gehen an die Friholtschule für Kinder mit geistiger Behinderung. Die Kollekte wird der Johanniter-Unfallstaffel gespendet. "Dort lernen die Kinder fürs Leben, aber auch Achtung voreinander und selbstständiges Leben", erklärte Faber. Durch die engagierten Motorradfahrer entstehe viel Gutes. So könne jeder sehen, dass aus der Kreuzung von Gegensätzlichem (Gott und Bikern) etwas Schönes geschaffen werden könne.

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