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Zukunftsprojekt in Flensburg : Hafen-Promenade für zehn Millionen Euro

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Stadt Flensburg stellt erstmals konkrete Pläne und Kosten für Kaikantensanierung, Wasserplatz und Wanderweg am Westufer der Förde vor. Zwischen Nordertorkai und Galwik-Marina entsteht die Hafenpromenade - aus Beton gegossen.

shz.de von
erstellt am 12.Sep.2013 | 07:33 Uhr

Es ist ein Meilenstein für die Aufwertung der Neustadt, aber auch für die Entwicklung des Flensburger Hafens als Erlebnisraum: Für über zehn Millionen Euro – die meisten davon kommen in Form von Landes- und Bundeszuschüssen – plant die Stadt die Sanierung der Kaikante des Westufers und den Bau einer 600 Meter langen und fünf Meter breiten Hafenpromenade zwischen Nordertorkai und Galwik-Marina. Die Pläne sind seit kurzem öffentlich.

Die neue Westpromenade wird im wesentlichen vor der vorhandenen Kaikante ins Wasser gebaut, zum Teil auf eine in den Hafengrund zu rammende Spundwand, zum Teil auf Pfähle. An drei Stellen sind Aussichtspunkte über Hafen und Innenförde vorgesehen. Der Weg wird von den Industriebetrieben am Ufer durch einen hohen Zaun abgegrenzt, durch ein Geländer aus Stahl zum Wasser hin gesichert und beleuchtet. Er kann von Fußgängern und Radfahrern benutzt werden und wird so zu einem Teil des Ostseeküstenradwegs. Die Oberfläche soll nach dem jetzigen Entwurf aus Betonplatten bestehen – „ein Kompromiss aus städtebaulicher Qualität und kalkulierbarem Pflegeaufwand“, wie es im Text zum Entwurf heißt. Holz wäre zu aufwendig geworden.

Im Süden beginnt der Weg auf dem hafenseitigen Platz vor dem Eingang zu MAN Rheinmetall (früher FWN). Im Norden endet er am ebenfalls noch zu bauenden Wasserplatz, der Verlängerung des Galwik-Parks. Im Unterschied zu diesem wird er keinen Parkcharakter erhalten, sondern eine feste Betondecke und solide Sitzgelegenheiten. Er endet mit einer abgestuften Holzplattform zum Wasser hin, an der auch die Hafenfähre anlegen kann.

Durch den Wasserplatz erhalten die Bewohner der Neustadt dauerhaft einen Zugang zum Wasser; sogar schwimmen soll hier möglich sein. Der Platz gibt Raum für Feste und Konzerte; deshalb wird er sparsam möbliert. Sitzgelegenheiten wird es jedoch auch an der Promenade selbst geben. Beides zusammen – Wasserplatz und Fördepromenade – sind aus Sicht der Stadtplaner wichtige Bausteine in der Entwicklung des Stadtteils und fast schon Voraussetzung für weitere Projekte wie „Skolegaarden“ an der Duburger Straße mit 120 Wohneinheiten, Umgestaltung der Gartenstraße, Entwicklung des Areals um die Walzenmühle und den Wettbewerb für den Wohnpark Schwarzenbachtal.

Alles zusammen soll 10,5 Millionen Euro kosten; vor wenigen Jahren war noch von sieben Millionen die Rede. Bund und Land beteiligen sich mit 5,6 Millionen. Nach Abzug bereits beschlossener und damit zur Verfügung stehender Mittel muss die Stadt nur 830 000 Euro neu finanzieren, verteilt auf den Zeitraum bis 2016. Dann soll tatsächlich alles fertig sein.

 

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