Krankenhäuser in Flensburg : Gute Noten für beide Kliniken

Souverän bei der Präsentation: Janina Ahrens (l.) und Julia Lupp bei der Vorstellung der Befragung.
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Souverän bei der Präsentation: Janina Ahrens (l.) und Julia Lupp bei der Vorstellung der Befragung.

Vierte Image-Befragung des Studiengangs Krankenhaus-Management bei rund 200 Bürgern

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09. Februar 2018, 07:41 Uhr

Gute Noten bekommen die beiden Flensburger Krankenhäuser von knapp 200 Personen aus Flensburg und dem Umland. Auch wenn die Antworten bei der insgesamt vierten Image-Befragung durch Studierende der Hochschule Flensburg sehr differenziert ausfallen: Am Ende ist doch die überwiegende Mehrheit der Befragten zufrieden mit Diako (Note 2,3) und Franziskus (2,4).

Elf Studierende des Schwerpunkts Krankenhaus-Management haben zwischen dem 19. Oktober und 30. November insgesamt 196 Menschen aller Altersgruppen befragt; der Schwerpunkt lag bei den 21- bis 35-Jährigen. Es ging nicht um Faktenwissen, sondern nahezu ausschließlich um Einschätzungen der Menschen hinsichtlich der beiden Flensburger Kliniken. Julia Lupp und Janina Ahrens, beide im vierten Semester, haben die Ergebnisse in aufwendiger Kleinarbeit ausgewertet und eine Präsentation vorbereitet, die sie nicht zuletzt auch den Geschäftsführern der Krankenhäuser vorgestellt haben.

Drei von vier Befragten haben bei der Diako ein positives Grundgefühl – allerdings sind das weniger als bei der letzten Befragung 2014. Da waren es mit 94 Prozent noch fast alle. Beim Franziskus ist der Anteil der positiv gestimmten mit 68 Prozent etwas geringer.

Positive Merkmale bei der Diako sind für viele Befragte die Notaufnahme, der Hubschrauberlandeplatz, die Geburtsklinik, das einladende Ambiente und die Kooperation mit dem Franziskus. Doch die Notaufnahme beinhaltet auch negative Assoziationen: Kritisiert werden lange Wartezeiten und schlechte Parkmöglichkeiten. Auch die Überbelegung wird erwähnt, hin und wieder würden Betten auf dem Flur stehen.

Beim Franziskus gefallen vielen Befragten die HNO-Klinik und die Mund-Kiefer-Gesicht-Abteilung, bessere Parkmöglichkeiten, gute Betten und ein sehr freundliches Personal. Als negativ werden die Unterbesetzung beim Personal, eine gewisse Unübersichtlichkeit und „schlechte Luft“ bemängelt.

Die medizinische Versorgung hat sich nach Einschätzung der Befragten verbessert. 80 Prozent attestieren der Diako eine hochwertige medizinische Versorgung; 2014 waren es nur 64 Prozent. Beim Franziskus-Hospital stieg dieser Wert von 58 auf 64 Prozent.

„Der Patient steht im Mittelpunkt“ – dieser Aussage stimmen bei beiden Krankenhäusern 61 Prozent der befragten Personen zu. Und er ist bei beiden Häusern in den zurückliegenden drei Jahren gestiegen. Eine moderne Ausstattung sieht ebenfalls ein wachsender Anteil (67 Prozent) bei der Diako; beim Franziskus sind es mit 57 Prozent etwas weniger.

Nur wenige Menschen wissen, welches Krankenhaus über welche Abteilung verfügt. Eine hohe Treffsicherheit gibt es bei der Notaufnahme, die 67 Prozent der Befragten der Diako zuordnen. Bei der Geburtsklinik sind es sogar 71 Prozent. Doch nur 31 Prozent wissen, dass die Lungenheilkunde zum Franziskus gehört.

Die große Mehrheit der von den Studenten befragten Personen fühlt sich durch die beiden Flensburger Krankenhäuser ausreichend versorgt – 82,4 Prozent sehen das so. Aber: 2014 waren es 83,4 Prozent, 2012 sogar 89,3 Prozent.

Bei den Schulnoten kommen die meisten Einsen für beide Krankenhäuser von den privat Versicherten – aber auch die meisten Vieren. Die gesetzlich Versicherten vergeben ganz überwiegend die Noten 2 und 3 für die beiden Häuser – trotz aller Kritik in vielen Einzelfragen.

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