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Neue Entwicklung : Gute Chancen für Neustadt-Sky in Flensburg

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

„Vorsichtiger Optimismus“: Nach einem Gespräch zwischen der Stadt und dem Coop-Vorstand ist ein Wiederaufbau wahrscheinlich. Der Bestandsschutz für den abgebrannten Markt ist wohl nicht erloschen.

Die Zukunft der Sky-Marktes an der Apenrader Straße sieht seit Mittwoch deutlich heller aus als der vom Brand noch verrußte Eingangsbereich. In einem Gespräch am Mittwoch zwischen dem Vorstand der Kieler Coop-Genossenschaft und der Stadtplanung kamen beide Seiten überein, das ein Prüfstatiker sich den Markt nochmals genau anschaut. Die Coop geht nach diesem Gespräch von einer Wiederöffnung aus. Die Stadt ist „vorsichtig optimistisch“, wie Verwaltungssprecher Clemens Teschendorf sagte. „Das Gespräch war sehr konstruktiv und dauerte wenig länger als eine halbe Stunde. Das kann ja auch mal ein gutes Zeichen sein.“

Wie berichtet, hatte es Ende September in dem Markt gebrannt. Wohl etwas voreilig hatte die Flensburger Stadtsanierung daraufhin die Parole ausgegeben, der Wiederaufbau stünde im Widerspruch zu den Zielen der Stadtsanierung, die an dieser Stelle künftig Wohnnutzung vorsieht. Der Bestandsschutz für Sky an dieser Stelle sei buchstäblich erloschen. Die Coop, die in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg die Sky-Märkte betreibt, hatte dessen ungeachtet angekündigt, nach der Reparatur des Gebäudes wieder eröffnen zu wollen. Flankiert wurde dieser planerische Interessenkonflikt durch kritische Äußerungen aus dem Stadtteil. Gerade für nicht mobile Anwohner sei das von der Stadt für die Nahversorgung vorgesehene Stadtteilzentrum in der Neustadt zu weit entfernt. Eine von der Flensburger Volksschauspielerin Renate Delfs initiierte Unterschriftensammlung hatte bis gestern mehr als 500 Stimmen für den Erhalt des Marktes erbracht.

Diese Stimmen dürften jetzt Auftrieb bekommen. Die Genossenschaft hatte die Schäden und die daraus abzuleitenden Reparaturmaßnahmen durch einen Architekten begutachten lassen, Vorstandsmitglied Rüdiger Kasch war mit dessen Expertise daraufhin in das Gespräch mit Peter Schroeders gegangen. Der Architekt sah keine Notwendigkeit die Schäden auf der Basis baurechtlicher Genehmigungen wiederherzustellen. Nur in diesem Fall hätte die für die Neustadt geltende Sanierungssatzung gegriffen und das Wiederaufbauprojekt in Frage gestellt. Es schient Einigkeit darüber zu bestehen, dass diese Hürde keine mehr ist und der Markt unterhalb dieser Schwelle repariert und weiter betrieben werden kann. Unternehmenssprecherin Sabine Pfautsch: „Unter Zugrundelegung dieser Annahmen waren sich die Gesprächsparteien einig, dass der Bestandsschutz für den Markt gegeben ist. Der Markt soll erhalten bleiben.“

Coop möchte so schnell wie möglich loslegen, sagt Pfautsch. Allerdings wird ohne das Gutachten des Prüfstatikers an der Apenrader Straße nichts gehen. Weil auch der abschließende Schadensbericht noch nicht vorliegt, könnte noch ein bisschen Zeit verstreichen. Verwaltungssprecher Teschendorf geht jedoch davon aus, dass der Prüfstatiker in den nächsten drei Wochen seine Arbeit getan haben dürfte. Danach ist erst einmal das große Aufräumen angesagt: Einrichtung und Inventar des Marktes sind nicht mehr zu gebrauchen. Coop wird auf der Grundfläche des Geschäfts – der Markt hat 1800 Quadratmeter Verkaufsfläche – saniert.

 

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erstellt am 23.Okt.2014 | 07:32 Uhr

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