Esgrus : „Gunnar“ soll die Kinder schützen

Bürgermeister Hermann Vollertsen (3.v.r.) stellte den Jungen und Mädchen sowie Kindergartenleiterin Angelika Lüthje das neue Kinderwarnschild namens „Gunnar“ vor.
Bürgermeister Hermann Vollertsen (3.v.r.) stellte den Jungen und Mädchen sowie Kindergartenleiterin Angelika Lüthje das neue Kinderwarnschild namens „Gunnar“ vor.

Beschädigtes Warnschild vor der Kita in Esgrusschauby wird ersetzt – Bürgermeister schafft neuen „Jungen “ an.

shz.de von
30. Januar 2018, 12:53 Uhr

„Das ist unser Bürgermeister“, freuten sich die Jungen und Mädchen der evangelischen Kindertagesstätte Esgrusschauby, dessen Zertifikat als „Bewegungskindergarten“ von der Sportjugend gerade um zwei weitere Jahre – seit 2012 bis jetzt 2020 – verlängert worden ist. Hermann Vollertsen war nicht alleine gekommen, sondern hatte ein neues „Kinderwarnschild“ mitgebracht. Dieses wird der Esgruser Gemeindearbeiter demnächst draußen vor der Tür installieren.

Die Figur ist ein Ersatz: Im vergangenen Herbst war dem hölzernen Jungen, der darum bat, nicht schneller als Tempo 30 zu fahren, von einem Unbekannten ein Arm abgefahren worden. Der abgerissene Holzarm war seither für die Kinder ein vertrauter Anblick. Nun freuen sie und Kindergartenleiterin Angelika Lüthje sich darauf, wieder einen „heilen Jungen“ zu bekommen.

Eigentlich hätte die Gemeinde es gerne gesehen, wenn entlang der Straße vor dem Kindergarten eine offizielle Geschwindigkeitsbegrenzung ausgeschildert worden wäre. Doch da spielte der Kreis nicht mit. Die Straße ist eine Nebenstrecke und so gab es keine Genehmigung. „Was tun?“ fragten sich die Gemeindevertreter und stellten zwei Warnschilder – ein Junge und ein Mädchen – auf. Dann kam das Malheur mit dem abgebrochenen Arm. Der Bürgermeister fackelte nicht lange, sondern bestellte über das Ordnungsamt einen neuen Jungen. Der gefiel den Kindern und sie tauften ihn auf den Namen „Gunnar“. Und auch das um langsames Fahren bittende Mädchen blieb nicht länger namenlos. Sie heißt nun „Else“. Sobald „Gunnar“ steht, kommt sein „Vorgänger“ nicht in den Müll, sondern findet auf dem Gelände der Kindertagesstätte einen besonderen Ehrenplatz – mit einem Gipsarm.

Für Bürgermeister Vollertsen steht fest, dass er das Geschwindigkeits-Geschehen vor der Kindertagesstätte im Interesse der Sicherheit fest im Blick haben und kontrollieren wird, damit nicht auch noch „Gunnar“ und „Else“ ihren Arm durch einen Raser verlieren.


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