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Flensburger Tageblatt

14. Dezember 2017 | 11:30 Uhr

Gummi-Deckel zum Schutz der Umwelt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Schüler der Ostseeschule gründen Firma für umweltfreundliche Trinkbecher-Verschlüsse

shz.de von
erstellt am 23.Dez.2015 | 11:08 Uhr

In Zeiten permanenter Hektik und einem steigenden Stress-Pegel ist der sogenannte Kaffee „to go“ für viele Menschen ein unverzichtbarer Teil ihres Lebens geworden. Oftmals wird ein solcher Kaffee in einem Pappbecher gereicht, der mit einem Plastikdeckel verschlossen ist. Genau dieser Plastikdeckel ist es, den acht Schüler aus dem siebten und achten Jahrgang der Ostseeschule in Flensburg für problematisch halten. Im Zuge des sogenannten „Junior-expert“-Programms, das es Schülern ermöglicht, eine Schülerfirma zu gründen und zu betreiben, wollen sie nun genau dieses Problem angehen und lösen.

„Unsere Idee für die Firma ist es, einen flexiblen Deckel zu produzieren, der aus Gummi oder Latex bestehen und auf verschiedene Größen von Bechern passen soll. Mit diesem können dann die Menschen ihren Plastikdeckel durch unser Produkt ersetzen und so etwas für die Umwelt tun“, erzählt einer der Schüler, Patrick Boysen. Ziel der Schülerfirma mit dem Namen „NordicPupilCompany“ ist es einerseits, viele dieser Gummideckel zu verkaufen, andererseits aber auch für Nachhaltigkeit und Umweltschutz einzustehen.

Die Produktion solcher Deckel gestaltet sich jedoch schwerer als gedacht. „Wir haben verschiedene Hersteller in Deutschland angeschrieben, um zu erfragen, inwiefern so ein Projekt umzusetzen ist. Kostenmäßig ist dies aber leider nicht zu stemmen, da wir nur ein begrenztes Kapital von 900 Euro haben“, sagt Stephanie Sinnen, die als Lehrerin an der Ostseeschule tätig ist und sich um die Schülerfirma kümmert.

Zurzeit stehe man aber mit einem Unternehmen aus China in Kontakt, dessen Angebot für die Produktion finanziell zu stemmen wäre.Um das Startkapital, das sich aus 90 Aktien à zehn Euro, die aus dem Junioren-Programm bezogen und eigenständig verkauft werden müssen, etwas aufzustocken, haben sich die Schüler nun etwas Neues einfallen lassen. „Wir wollen Dienstleistungen jeglicher Art anbieten. Von der Hilfe bei Einkaufen, bis hin zum Abholen des Kindes aus dem Kindergarten. Jeder darf auf uns zukommen“, sagt Ludwig Delmes, ein weiterer Schüler. Um möglichst viele Leute über dieses Angebot zu informieren, verteilen die acht Schüler seit etwa zwei Wochen selbstgestaltete Flyer, zurzeit vornehmlich in Mürwik. „Bis jetzt hat sich noch niemand gemeldet, der unser Angebot in Anspruch nehmen möchte. Wir glauben aber, dass sich das bald ändert“, gibt sich Majda Nissen optimistisch.

Der Gewinn, den sich die Schüler am Ende des einjährigen Projektes „Schülerfirma“ erhoffen, soll aufgeteilt werden.„Wir möchten gerne etwas spenden, können uns aber auch vorstellen, eine Klassenreise mit dem Geld bezahlen, das wir hoffentlich verdienen werden,“ so Ludwig Delmes.

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