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Flensburger Tageblatt

20. September 2017 | 02:31 Uhr

Maasbüll : Grundsteuern werden 2018 erhöht

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Doppische Haushaltsführung zeigt einen Fehlbetrag von 67 000 Euro auf.

shz.de von
erstellt am 24.Jun.2017 | 15:49 Uhr

Maasbüll | Der bedeutsame Unterschied zwischen dem früher gebräuchlichen kameralistischen Haushaltssystem und dem heutigen mit der „Doppik“ (Doppelte Haushaltsführung in Konten) kam im Verlaufe der Sitzung der Gemeindevertretung Maasbüll im Landgasthaus Neukrug klar zur Sprache. Bei der Beratung über den Jahresabschluss 2016 musste Boy Röhlk als Vorsitzender des Finanzausschusses im Ergebnisplan einen „deutlichen Fehlbetrag“ von 67  000 Euro vermelden. Dazu hätten nicht nur niedrigere Einnahmen bei der Gewerbesteuer und Einbußen von 50  000 Euro bei den Schlüsselzuweisungen geführt, sondern auch Abschreibungen in Höhe von 147  000 Euro. Diese seien vorher bei der Kameralistik gar nicht erfasst worden. Der Fehlbetrag, der sich aus Einnahmen von 822  425 Euro und Ausgaben von 889  461 Euro ergibt, könne aber durch die Ergebnisrücklage ausgeglichen werden. Angesichts immer noch ausreichender liquider Mittel wurde dem Abschluss zugestimmt.

Die finanzielle Lage hatte dazu geführt, dass Maasbüll von der Kommunalaufsicht des Kreises zu Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen aufgefordert worden war. Dazu gibt es nach Röhlks Worten zwei Wege: „Einnahmen erhöhen, Ausgaben senken.“ Der Finanzausschuss soll mögliches Einsparpotenzial benennen. Angesichts eines für dieses Jahr drohenden Fehlbetrages von 80  000 Euro beschlossen die Gemeindevertreter zudem, ab 2018 die Grundsteuern A und B von 300 auf 340 und die Gewerbesteuer von 340 auf 380 Prozent zu erhöhen. Dadurch können nach Berechnung von Amtskämmerer Henning Lorenzen die Einnahmen um 17  000 Euro erhöht werden.

Grundsätzliches Einverständnis gab es für das Fortführen der Kooperation bei der Siedlungsentwicklung im Großraum Flensburg, zumal in Maasbüll gegenwärtig keine konkreten wohnbaulichen Entwicklungsabsichten bestehen. Bürgermeister Hans-Georg Hinrichsen zeigte sich zuversichtlich. „Wir hoffen, dass wir mit der neuen Oberbürgermeisterin zu einem besseren Klima kommen!“

Weiterhin benannte die Gemeindevertretung den Wahlvorstand für die Bundestagswahl mit Röhlk als Vorsitzendem. Kay Fehring vertritt Maasbüll in der Mitgliederversammlung der Klimaschutzkooperation „Region Flensburg“. Die von der Kooperation kostenlos zur Verfügung gestellte „Mitfahrbank“ (siehe Seite 13) wird auf dem Parkplatz an der Kirche in Rüllschau aufgestellt.

Mit Dank hatte der Bürgermeister zu Beginn Ulrich Schwär als Verantwortlichen des „Gelben“ Informationsblattes für das Amt Hürup verabschiedet. In 231 monatlichen Ausgaben habe er stets sachlich berichtet. Als Nachfolgerin stellte er Inga Rodewald vor. In der Einwohnerfragestunde wurde die Sanierung des Ehrenmals in Rüllschau angemahnt. Ansonsten ging es um den Rückschnitt von Hecken, die in den Straßenraum wuchern. Schließlich wurden noch Helfer gesucht für den Aufbau des Spielplatzes neben dem Kindergarten an diesem und dem nächsten Wochenende sowie für die Familienolympiade am 8. Juli.




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