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Sörup : „Grundsätzlich passen wir gut zusammen“

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Sörup prüft Möglichkeiten, das Amt Mittelangeln zu verlassen. Die Kommunalaufsicht hat den Söruper Vertretern deutlich gemacht, dass erhebliche Hürden beim Verlassen des Amtes zu überwinden sind.

Das Thema ist noch nicht vom Tisch: Nach wie vor will die Gemeinde Sörup das Amt Mittelangeln verlassen. Bürgermeister Dieter Stoltmann berichtete vor der Gemeindevertretung von einem informellen Gespräch mit der Kommunalaufsicht. Dabei sei es um die rechtlichen Möglichkeiten eines Rückzuges aus dem Amt Mittelangeln gegangen. Die Kommunalaufsicht hat den Söruper Vertretern deutlich gemacht, dass erhebliche Hürden beim Verlassen des Amtes zu überwinden seien, denn das Land lege einen strengen Maßstab an.

Vor einem Austritt werden die Größe und Einwohnerzahl sowie die wirtschaftlichen Grundlagen geprüft. Die Mindestgröße eines Amtes muss 8000 Einwohner betragen. Ein wichtiges Kriterium sind die Verflechtungen etwa der Schule, Entfernung zur Verwaltung und Verkehrsanbindungen. Ein Alleingang der Gemeinde sei nicht möglich, auch die Situation der im Amt verbliebenen Gemeinden werde geprüft. Alle Gemeinden im Amt sowie der Kreistag werden zu einem Austrittsantrag angehört, bevor das Innenministerium letztlich entscheidet. Im Januar wollen sich Vertreter aller beteiligten Gemeinden in einer Gesprächsrunde mit der Thematik befassen. Bürgermeister Stoltmann und seine kommunalpolitischen Kollegen im Amt Mittelangeln stehen vor entsprechend schwierigen Gesprächen.

Festzustellen ist aber auch, dass alle Seiten deutlich abgerüstet haben. Das wurde nicht zuletzt auch in der jüngsten Amtsausschusssitzung deutlich, in der weitgehend einvernehmlich die Nachbesetzung der Stelle des Leitenden Verwaltungsbeamten auf den Weg gebracht wurde. „Wir haben in letzter Zeit gemeinsam gute Beschlüsse gefasst“, sagte Bürgermeister Stoltmann, auch wenn in Mittelangeln einige Gemeindevertreter noch nicht eingesehen hätten, dass es nur gemeinsam gehe. „Grundsätzlich“, so Stoltmann, „passen die Gemeinden im Raum Mittelangeln gut zusammen“. Der Schulverband mit dem Amt Hürup mache eine gute Arbeit und auch auf anderen Ebenen funktioniere die Zusammenarbeit geräuschlos. Von den Gesprächen im Januar erwarte Sörup, dass es gelingt die Gemeinsamkeit so zu entwickeln, dass sich nicht ein Partner als fünftes Rad am Wagen fühlen muss. „Unterschiedliche Ansichten wird es auch in Zukunft geben. Mehrheitsentscheidungen müssen dann auch stehen“, so Stoltmann.

Sörup müsse den eingeschlagenen Weg zu Ende gehen und am Schluss für sich Entscheidungen fällen, meint Helmut Wacker. Als Amtsvorsteher wolle er gemeinsam mit der Verwaltung deutlich machen, dass Sörup in diesem Verbund gut aufgestellt sei und von einer leistungsfähigen Verwaltung begleitet werde. Wacker fordert dazu auf, Emotionen auszuklammern und das Sachliche in den Mittelpunkt zu stellen. Sowohl in der Gemeinde Mittelangeln als auch in der Gemeinde Sörup sieht Wacker durch die amtierenden Bürgermeister viel Dynamik. Diese gelte es, für die gesamte Region zu nutzen.

Mittelangelns Bürgermeisterin Britta Lang sieht es pragmatisch: Sörup und die Gemeinde Mittelangeln seien so gut aufgestellt und wirtschaftlich so stark, dass die gemeinsame Stärke für die gesamte Region von Vorteil sei. Ihre Aufforderung an alle Seiten: „Rauft Euch zusammen!“

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