Grund zum Feiern: 100 Jahre St. Petri

<dick>Grund zum Feiern:</dick> (v.l.) Margit Sitzwohl, Marianne Petersen vom Kirchenvorstand, Horst Lemke, Wolfgang John und die Jugendbetreuerinnen Svenja Thiel und Miriam Koch beim Jubiläumsfest. Foto: Borm
Grund zum Feiern: (v.l.) Margit Sitzwohl, Marianne Petersen vom Kirchenvorstand, Horst Lemke, Wolfgang John und die Jugendbetreuerinnen Svenja Thiel und Miriam Koch beim Jubiläumsfest. Foto: Borm

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21. Juni 2010, 03:59 Uhr

Flensburg | Kinderfest, Tanz und Umzug: "Willkommen" stand in bunten Lettern an einem Banner vor der St. Petri-Kirchengemeinde. Die nördlichste Gemeinde in Flensburg am Hang der Bauer Landstraße - vor einem Jahrhundert aus der Gemeinde St. Marien hervorgegangen - hatte zum runden Geburtstag am Sonnabend allen Grund zum Feiern: Mit über 5000 Mitgliedern, eine lebhafte Gemeinde mit langer Geschichte und vielen Ereignissen im vergangenen Jahrhundert, sowie vielen neuen Ideen im Kirchenleben.

Im Jahr 1910 wurde die Kirchengemeinde gegründet mit der weithin sichtbaren St. Petri-Kirche und dem Gemeindehaus in etwas höherer Lage. Die Gestaltung des Kinderfestes lehnte sich an die lange Geschichte an, mit Spielen aus der Gründungszeit bis heute. Jugendbetreuerin Miriam Koch und Svenja Thiel boten so für Kinder viele Aktionen an, wie das "Kühe melken", traditionell auch Sackhüpfen, Malaktionen und Geschicklichkeitsspiele. Im Café ging es schon zeitgemäßer zu: Erfrischungen, Kaffee und Kuchen boten den Besuchern Stärkung. Mitglieder der früheren "Petri Combo" - bekannte Flensburger - stimmten in dem

Sommerzelt Jazz und moderne Rock-Interpretationen an. Rund um das ganze Gemeindehaus bringen sich junge und langgediente Gemeindemitglieder kreativ ins farbige Geschehen ein. So auch Margit Sitzwohl und Marianne Petersen vom Kirchenvorstand, die den Abend für das Jubiläum mitgestalteten. Der bunte Abend mit Musik, Theater und Tanz bot mit einer Aufforderungskarte eine

frühere Form der Freizeitgestaltung. Archivar Horst Lemke zeigte noch Einblicke in die Veränderungen der Gemeinde sowie Dokumente, die gut aufbewahrt sind. Den zweiten Tag der Feiern bestimmte - wie einst zur Gründung - der Umzug von St. Marien nach St. Petri, wo es auch noch der Festgottesdienst mit Kantorei und Musik das Programm bestimmten .

In der Gemeinde sind die Pastoren Christoph Touché,

Katherina Bonn und Werner Traulsen tätig mit verschiedenen Arbeitsbereichen. Diakon Wolfgang John ist für die Jugendarbeit und regionale Kirchenarbeit zuständig. Das gemeinsame Essen beim Sommerfest mit dem Gemüseeintopf der Saison "Schnüsch" und Frikadellen rundete das besondere Kirchenjubiläum ab.

Vorläufer der Kirche war einst eine umgebaute Scheune am oberen Turnerberg, die "Bethlehemskapelle". In der wachsenden Neustadt wurde ab 1904 der Bau der Kirche diskutiert. Am 21. November 1907 kam es zum ersten Spatenstich.

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