zur Navigation springen

Grünes Licht für Neubauten am Güterbahnhof

vom

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Flensburg | Mit großer Mehrheit hat der Umwelt- und Planungsausschuss am Dienstag bei zwei Enthaltungen der geplanten Erweiterung des alten Güterbahnhofs zugestimmt und das erforderliche gemeindliche Einvernehmen erteilt. Damit kann Güterbahnhof-Investor Marcus Petermann im hin teren Bereich des Areals zwei Neubauten errichten, die sich in Größe und Gestaltung an den vor wenigen Jahren aufwendig sanierten und umgestalteten Güterbahnhof anlehnen.

Doch es war eine schwere Geburt. Noch einmal wurde die Gemengelage sorgfältig abgewogen und hin und her bewegt, wurde diskutiert und gestritten, zum Teil sehr emotional und auf niedrigem Niveau. Zur Erinnerung: Teile der Politik - vor allem Akopol und Linke, aber auch der SSW - mochten der Erweiterung lange Zeit nicht zustimmen, weil Petermann im Clinch mit dem benachbarten VfB Nordmark lag oder liegt. Dabei geht es um Fragen der Parkplätze und der Zuwegung (wir berichteten).

"Wir können Herrn Petermann die Zustimmung nicht verwehren", musste Harro Teichmann (WiF) erkennen. Auch der von Glenn Dierking (SSW) veranlasste Vortrag des Naturschutzbeauftragten Uwe Maßheimer konnte daran nichts ändern: Nur der hintere, schmal zulaufende Bereich der Gesamtareals ist der Natur vorbehalten; dies gilt aber nicht für die Fläche unmittelbar hinter dem U-förmigen Güterbahnhof. Maßheimer stellte jedoch die Frage, ob das gesamte Areal nicht eher als Außenbereich denn als "im Zusammenhang bebaute Fläche" zu sehen sei; dann nämlich könne das Bauvorhaben nicht genehmigt werden. Doch Lars Jessen aus der Rechtsabteilung vertrat eine andere Sichtweise.

Auch die Idee eines Bebauungsplans kam nicht zum Zuge. Man könne keinen Bebauungsplan mit dem Ziel erlassen, eine Bebauung zu verhindern, argumentierte Planungschef Peter Schroeders. Der Investor habe einen Anspruch auf Genehmigung, und zwar binnen einer bestimmten Frist, die am 12. Mai ablaufe.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen