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Bauvorhaben am Rathaus : Grünes Licht für den Hotelturm

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Umwelt- und Planungsausschuss hat keine Bedenken bei der überarbeiteten Planung für ein Tagungshotel am Rathausplatz.

shz.de von
erstellt am 11.Jun.2015 | 10:42 Uhr

Jahrelang schaffte es kein Hotelprojekt aus den Startlöchern, jetzt liefern sich gleich mehrere ein Rennen um möglichst schnelle Verwirklichung. Während die Alte Post schon bald ein halbes Jahr am Markt ist, wird am „Kayser’s Hof“ an der Schiffbrücke gebaut oder zumindest gegründet und in Sonwik geplant (wir berichteten). Am Rathausplatz hat die Politik jetzt die Weichen für ein Tagungshotel mit markantem Doppelturm gestellt.

Das war am Ende keine Überraschung, gab es doch schon bei der Aufhebung des 20 Jahre alten Bebauungsplans vor einem halben Jahr fast nur positive Äußerungen. Der Rückenwind aus der Politik für die Planung des Flensburger Investors und Hoteliers Gerd Theilen („Alter Meierhof“) ist aber geblieben, und so stieß sich auch niemand an der Aufstockung der beiden Türme, die Architekt Laust Lorenzen am Dienstag im Umwelt- und Planungsausschuss vorstellte und erläuterte.

Das Tagungshotel hat einen viergeschossigen Sockel, der sich in seinen Dimensionen und mit seiner Fassade auf die benachbarte Sydbank bezieht. Dieser Sockel ist jedoch deutlich kleiner als das ursprünglich hier von Theilen avisierte Kontorhaus. Um jedoch auf die für ein Tagungshotel erforderliche Zimmerzahl von 120 zu kommen, hat man sich die Lösung mit zwei Türmen – oder wie der Architekt sagt: „Scheiben“ – ausgedacht.

Der höhere der beiden Türme hat einschließlich Sockel jetzt zwölf Geschosse; dazu kommt ein weiteres für die Haustechnik. Auf diese Weise kommt er auf die Höhe von 51,82 Meter über NN. Zum Vergleich: Das Rathaus ist noch einmal gut zehn Meter höher. Der zweite Turm ist 49 Meter hoch. Insgesamt werde man 113 Stellplätze schaffen, so Lorenzen.

Architekt Lorenzen erläuterte ebenfalls, dass eigentlich ein Treppenhaus für jeden Turm reichen würde. Der künftige Betreiber verlange jedoch den so genannten „Angelsächsischen Standard“ mit zwei Treppenhäusern. „Dadurch verlieren wir zehn Zimmer“, so Lorenzen. Da man aber 120 brauche, habe man sich für die Aufstockung entschieden, die im Planungsausschuss ohne Kritik blieb. Auch das überraschte nicht, denn schon vor einem halben Jahr ermunterten einzelne politische Vertreter den Architekten, noch ein oder zwei Geschosse drauf zu setzen. Am Ende enthielt sich nur Frank Hamann (Die Linke), alles anderen stimmten der Planung zu.

Ausschussvorsitzender Axel Kohrt stellte eine Verbindung von der Planung für das Hafen-Ostufer zum derzeitigen Hotel-Boom her. Durch das Einsetzen einer Arbeitsgruppe und die geplante breite Bürgerbeteiligung werde sich das für die Silo-Grundstücke empfohlene Tagungshotel deutlich verzögern; er habe jedoch kein Problem damit, dass jetzt andere Investoren (Theilen, Sonwik) in diese Lücke stoßen. Er gehe davon aus, dass es am Hafen-Ostufer am Ende keinen Bedarf mehr für das Tagungshotel gebe.

 

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