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Landgericht Flensburg : Großvater wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt

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Er hat sich immer wieder an seiner Enkelin vergangen – bis das Mädchen sein Schweigen brach: Ein 64-Jähriger ist in Flensburg zu einer Haftstrafe verurteilt worden.

shz.de von
erstellt am 22.Aug.2014 | 11:05 Uhr

Flensburg | Das Landgericht Flensburg hat einen einen 64 Jahre alten Angeklagten wegen mehrfachen sexuellen Missbrauchs seiner zur Tatzeit zwischen acht und zwölf Jahre alten Enkelin zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 3 Jahren und 2 Monaten verurteilt.

Die Übergriffe geschahen während der Besuche der Enkelin bei dem Angeklagten, der zur Tatzeit im Bereich Flensburg-Land wohnte. Gelegentlich übernachtete das Mädchen in der Wohnung des Angeklagten, auch dabei kam es sexuellen Übergriffen. In einem Fall ereignete sich ein Vorfall während eines Besuches in einem Schwimmbad. Der Angeklagte hatte außerdem „sexuell bezogene“ Fotos von seiner Enkelin gemacht, die bei einer Durchsuchung in seiner Wohnung gefunden wurden, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Die Eltern des Kindes schalteten Anfang 2014 die Polizei ein. Das Mädchen machte anschließend eine umfangreiche Aussage bei der Polizei, die aufgezeichnet wurde. Die Staatsanwaltschaft legte dem Angeklagten insgesamt zehn Handlungen zur Last. Der Angeklagte zeigte sich weitgehend geständig. Eine Verurteilung durch die Jugendkammer des Landgerichts erfolgte wegen acht Straftaten.

In der Hauptverhandlung hatte es eine Verständigung zwischen den Beteiligten gegeben. Diese führte dazu, dass das geschädigte Mädchen in der Hauptverhandlung nicht mehr persönlich angehört werden musste. Unmittelbar nach der Anzeigenerstattung wurde der Angeklagte in Untersuchungshaft genommen, nach fünf Monaten gegen Auflagen aus der U-Haft entlassen. Der Angeklagte war bislang strafrechtlich noch nicht in Erscheinung getreten.

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