A7 bei Handewitt : Großkontrolle gegen Schleuser bleibt ohne Erfolg

In einer langen Schlange warten Autos und Lkw auf die Kontrolle.
In einer langen Schlange warten Autos und Lkw auf die Kontrolle.

Um die illegale Schleusung von Flüchtlingen nach Skandinavien zu verhindern, wurde es heute kurz vor der dänischen Grenze eng auf der A7.

shz.de von
14. Juli 2015, 15:04 Uhr

Handewitt | Am Dienstag mussten sich Autofahrer auf dem Weg nach Norden auf der A7 zwischen der Ausfahrt Flensburg und der dänischen Grenze auf Behinderungen einstellen. Die Bundespolizei hatte auf dem Parkplatz „Altholzkrug“ eine Kontrollstelle eingerichtet, der gesamte Fahrzeugverkehr wurde über den Rastplatz geleitet. „Unsere Kontrollen sollen Schleuser weiterhin davon abhalten, notleidende Flüchtlinge gegen hohe Zahlungsentgelte in Richtung Skandinavien zu schleusen“, sagt Hanspeter Schwartz, Pressesprecher der Bundespolizei Flensburg am Morgen.

Eine Schleusung konnten die Beamten während der fünfstündigen Kontrolle allerdings nicht aufdecken. Kleinere Vergehen anderer Natur wurden zur Anzeige gebracht. Eine Russin wollte mit einem Touristenvisum nach Dänemark einreisen, obwohl ihr Aufenthalt dort unter anderen Voraussetzungen geplant war: Sie hatte Trauunterlagen dabei und wollte in Dänemark ihren Partner heiraten. Der Frau droht nun ein Strafverfahren wegen Visaerschleichung, ihr Begleiter wurde wegen Beihilfe angezeigt.

Zwei Wagen fuhren außerdem ohne ausreichenden Versicherungsschutz. Ein deutscher Fahrer wurde mit Haftbefehl gesucht. Nach der Zahlung von 680 Euro konnte der 52-Jährige seine Reise fortsetzen. Insgesamt wurden 156 Pkw, 28 Lkw und 360 Personen überprüft. An der Kontrolle nahmen über 40 Beamte Teil. Auch zwei dänische Beamte der Ausländerkontrollbehörde aus Padborg unterstützten die Aktion, sagte Schwartz.

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