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Flensburger Tageblatt

17. Oktober 2017 | 10:19 Uhr

Großes Interesse an Neustadt-Plänen

vom

Stadt will bei Umbau des Viertels die Bürger beteiligen und stellte im Sanierungstreff die Maßnahmen vor

shz.de von
erstellt am 16.Aug.2013 | 03:09 Uhr

Flensburg | Die bevorstehenden Änderungen in der Neustadt stoßen auf großes Interesse in der Bevölkerung. Rund 70 Bürger waren zum Sanierungstreff in die alte Turnhalle des früheren Schulgebäudes an der Duburger Straße gekommen. Und dieses Gebäude ist selbst Objekt der Runderneuerung des Stadtviertels nördlich des Nordertors. Denn die Schule wird Teil des 15-Millionen-Projekts "Skolegaarden", das hier, so der Plan der Stadtsanierung, schon in Kürze umgesetzt werden soll. Zwischen Duburger Straße und Gartenstraße sollen hier rund 130 neue Wohnungen errichtet werden.

Doch wenn die Schule saniert und umgebaut wird, muss die Kultur- und Kunstinitiative (KKI) weichen. "Wir wollen sie aber im Stadtteil behalten", betonte Markus Pahl von der Gesellschaft für Stadterneuerung. Man suche bereits ein neues Domizil für die umtriebige Gruppe. Den Investor für "Skolegaarden" wollte er noch nicht nennen, betonte aber, dass es "ein guter Investor" sei, der sich noch weiter im Stadtteil und in der Stadt engagieren wolle.

In den Schoß gefallen sei der Stadt ein kleineres Investment am Jens-Due-Weg. Hier planen Mitglieder des Handball-Fördervereins "get in touch" ein neues Handball-Internat. Bisher sind die jungen Talente, die von auswärts zur SG Flensburg-Handewitt kommen, in Altbau-Wohnungen an der Friesischen Straße untergebracht. Der Neubau soll 20 Wohnheim-Plätze erhalten und liegt ideal ganz in der Nähe der Duburghalle.

Nicht alles was die Stadt plant, blieb bei der Versammlung ohne Widerspruch. So löste der Entwurf für den bebauungsplan Steinstraße einige Fragen aus. Hier möchte die Stadt den vorhandenen Sky-Markt verlegen - neuer Standort steht noch nicht fest - und durch Wohnbebauung ersetzen. "Wie hoch?", wollte eine Bürgerin wissen, während mehrere Anlieger für den Verbleib des Marktes plädierten, weil er der Nahversorgung im Viertel diene. Vertreter der Stadtplanung erinnerten jedoch daran, dass das neue Einkaufszentrum Werftstraße nur wenigen hundert Meter entfernt liegen werde.

Asmus Bredendiek, Architekt und Anlieger, freute sich über das Engagement des Holländerhofs im Viertel, wünschte sich jedoch vom Selbsthilfebauverein, sich künftig mehr um den Norden der Stadt zu kümmern. "Hier gibt es Wohnungen, die kaum mehr bewohnbar sind." Planungschef Peter Schroeders verwies auf die Aktivitäten des SBV im Tempelhof und im Bereich Ostseebad.

Ein Großprojekt wird der bevorstehende Wettbewerb rund um die Walzenmühle. Hier soll in den kommenden Jahren das Herz der Neustadt ein neues Gesicht bekommen (wir berichteten). Schon die ersten, noch völlig unverbindlichen Skizzen der Stadt sorgten für Fragen der Bürger. Eine wichtige Rolle wird aller Voraussicht nach die Verkehrsregelung spielen; so wurde angeregt, in der Neustadt zwischen Duburger und Harrisleer Straße eine Verkehrsberuhigung zu realisieren.

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