Großer Wurf für die Neustadt

Zuwachs für Flensburgs Norden: Die freie Fläche jenseits der Eckenerstraße (vorn) zwischen den beiden Baumreihen bis zum Parkplatz des JAW-Gebäudes (blau) soll jetzt ein Wohngebäude (vorn an der Straße) und einen Komplex mit Hotel und zwei Sporthallen (weiter hinten, siehe Grafik) aufnehmen.
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Zuwachs für Flensburgs Norden: Die freie Fläche jenseits der Eckenerstraße (vorn) zwischen den beiden Baumreihen bis zum Parkplatz des JAW-Gebäudes (blau) soll jetzt ein Wohngebäude (vorn an der Straße) und einen Komplex mit Hotel und zwei Sporthallen (weiter hinten, siehe Grafik) aufnehmen.

Initiatoren der Handball-Akademie stellen Ideen für Sport- und Hotelkomplex auf dem ehemaligen Motorola-Gelände vor / Auch Wohnen geplant

shz.de von
03. November 2016, 07:21 Uhr

Der Traum von den höchsten Holzhochhäusern der Welt ist ausgeträumt. Doch für das seit Jahren brach liegende ehemalige Motorola-Grundstück an der Eckenerstraße gibt es jetzt eine neue, sehr ambitionierte Idee hiesiger Investoren: ein kombinierter Komplex aus Hotel und zwei Sporthallen sowie ein Gebäude für mindestens 30 Wohnungen. Im Umwelt- und Planungsausschuss haben Investoren und Planer jetzt erstmals ihre Ideen öffentlich vorgestellt.

Unter dem smarten Arbeitstitel E28 – die Hausnummer des Grundstücks – hatten Berliner Architekten vor einigen Jahren die kühnen Pläne von vier verdreht stehenden Hochhäusern in Holzbauweise mit gestapelten Einfamilienhäusern vorgestellt. Doch das Interesse von Häuslebauern hielt sich in übersichtlichen Grenzen; am Ende mussten die Planer aus Berlin und die Stadtplaner im Rathaus einsehen, dass in Flensburg die Zeit für so ein Projekt noch nicht reif ist.

Hinter dem neuen Projekt stehen zwei jahrelange Förderer des Handball-Nachwuchses der SG Flensburg-Handewitt: Lewe T. Volquardsen und Herrmann G. Dethleffsen, beide im Vorstand des Fördervereins „Get in Touch“, der unweit des aktuellen Planungsgebiets die Handball-Akademie für den erfolgreichen Nachwuchs der SG betreibt.

Allerdings habe die Akademie schon heute zu wenig Hallen- und zu wenig Übernachtungskapazitäten, so Volquardsen. Schon länger habe man deshalb ein Auge auf das freie Grundstück geworfen. Hier könne man sich zwei Sporthallen und ein Hotel oder Hostel mit 70 bis 80 Zimmern vorstellen; Volquardsen sieht nicht zuletzt Handballteams aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland als mögliche Interessenten. Zusammen mit der Akademie und den Sportanlagen des TSB ergebe sich so etwas wie die „Sport-Town Flensburg“.

Viel Platz haben die Investoren und ihr Planer Christoph Holt (Holt & Nicolaisen) nicht, ein kreativer Umgang mit der Fläche ist geboten. Der L-förmige Baukörper an der Straße mit bis zu vier Geschossen könne mindestens 30 Wohnungen aufnehmen. Für das Hotel stelle man sich bis zu elf Geschosse vor, so dass sich ein weithin sichtbarer Baukörper ergebe. Im Planungsausschuss reagierten die Politiker ganz überwiegend mit großer Zustimmung bis hin zu Begeisterung für die visionären Ideen. Das Projekt passe gut zur Handballstadt Flensburg, so Planungschef Peter Schroeders. Es wäre „ein Trauerspiel, wenn diese Karawane an uns vorbei ziehen würde.“

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