Volkspark Flensburg : Große Chance für eine Aufwertung

Ziehen an einem Strang: Cordelia Feuerhake (Verschönerungsverein) und Helmut Trost (SPD) im Volkspark.
Ziehen an einem Strang: Cordelia Feuerhake (Verschönerungsverein) und Helmut Trost (SPD) im Volkspark.

Sechs Fraktionen wollen Geld für Investitionen und dauerhafte Pflegemaßnahmen bereitstellen

shz.de von
12. April 2018, 06:45 Uhr

„Große Defizite“ sieht Helmut Trost im Volkspark am Hafen-Ostufer. Es warte ein „riesiges Paket“ an notwendigen Maßnahmen, sagt der SPD-Ratsfraktionschef. Doch jetzt gebe es die einmalige Chance, die 75 Hektar große Grünanlage erheblich aufzuwerten und dauerhaft in einem guten Zustand zu erhalten. Dafür sollen in der kommenden Woche zwei bedeutende politische Beschlüsse unter Dach und Fach gebracht werden.

Die Ausgangslage ist ein Park, der an vielen Stellen diese Bezeichnung nicht mehr verdient, mit Wildwuchs auf Wegen sowie zugewachsenen Teichen und Sichtachsen. Zur Ausgangslage gehört aber auch, dass bei der städtischen Tochter TBZ Technisches Betriebszentrum), verantwortlich für die Pflege der Grünflächen in der Stadt, das Stammkapital erhöht wurde. Dadurch wächst die jährliche Gewinnausschüttung an die finanziell notleidende Mutter Stadt um 105 000 Euro.

Dieses Geld möchte die SPD und mit ihr fünf weitere Ratsfraktionen (SSW, Grüne, Linke, FDP und WiF) für den Volkspark ausgeben. Zunächst sollen 38 000 Euro für einmalige Entwicklungs- und Pflegemaßnahmen investiert werden. Um den dadurch verbesserten Zustand dauerhaft zu erhalten, müssten, so Trost, die Pflegeklassen für den Volkspark angepasst werden. 30 000 Quadratmeter sollen künftig in Klasse 2 und 23 000 in Klasse 3 eingestuft werden; entsprechend intensiver als heute werden diese dann gepflegt.

Am Dienstag steht die Vorlage zur Diskussion im Umwelt- und Planungsausschuss, zwei Tage später im Finanzausschuss.

„Das ist eine ganz große Chance für den Volkspark“, sagt Trost. Damit habe man selbst gar nicht mehr gerechnet. Es kommt nämlich auch noch privates Engagement dazu. Der Verschönerungsverein, der 2017 einen Aussichtspunkt in der Südwestecke des Parks neu gestaltet hatte, plant Ähnliches für eine Stelle im Nordwesten mit Ausblick auf die Förde (Foto), das Ufer bei Kollund und Teile der Sonwik-Marina.

„Wir werden aus altem Eichenholz zwei Bänke zimmern lassen und dort aufstellen“, sagt Vereinsmitglied Cordelia Feuerhake. Zudem werde der Boden gepflastert.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen