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Leeres Boot angetrieben : Großaufgebot in Langballigau: Fischer vermisst

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Ein erfahrener Fischer kam nicht vom Meer zurück. Sein Boot wurde leer gefunden. Ein Unglück wird nicht ausgeschlossen.

Langballig | Am Dienstagabend haben rund 100 Einsatzkräfte diverser Hilfsorganisationen und Behörden in Langballigau nach einem vermissten Fischer gesucht – bisher vergebens. Der Mann wurde zuletzt am späten Nachmittag gesehen, als er den Hafen von Langballigau mit seinem Boot verließ. Gegen 20 Uhr entdeckten Passanten dann das kleine Boot, das ans Ufer getrieben war. Von dem Fischer war weit und breit keine Spur.

Über die Rettungsleitstelle in Harrislee wurde umgehend ein großer Sucheinsatz ausgelöst. Neben mehreren freiwilligen Feuerwehren der Region wurden auch die DLRG, das technische Hilfswerk, die DGzRS mit den Booten „Nis Randers“ und „Werner Kunze“, Taucher der Flensburger Berufsfeuerwehr, die Wasserschutzpolizei mit dem Küstenboot „Staberhuk“ und ein SAR-Hubschrauber der Bundesmarine an den Küstenabschnitt geschickt. Auch Fischer beteiligten sich an der Suche nach dem Vermissten. Die Dunkelheit erschwerte den Sucheinsatz massiv, mit Hilfe von Wärmebildkameras und Sonarsystemen wurde die Suche zu Wasser und aus der Luft aufgenommen.

Nach mehreren Stunden wurde der Einsatz dann gegen Mitternacht ergebnislos abgebrochen. Einsatzkräfte der Feuerwehrsuchten auch am Mittwoch nach dem Mann. „Die DGzRS nahm die Suche vom Wasser auf, und wir haben bei Tageslicht mit etlichen Kameraden erneut die Strände und Küstenabschnitte der in Frage kommenden Region abgesucht“, berichtet der stellvertretende Gemeindewehrführer Jürgen Hinrichsen.

Am Mittwochvormittag wurde die Suche fortgesetzt.
Am Mittwochvormittag wurde die Suche fortgesetzt. Foto: Daniel Friederichs

Die Absuche von Land und zu Wasser wurde am Mittwochmittag vorerst eingestellt. Nach Angaben der Feuerwehr wird die DGzRS womöglich im Laufe des Tages noch weitere Abschnitte weiter draußen auf der Förde absuchen. Die genauen Hintergründe zu dieser Vermisstensache sind noch unklar, ein Unglück kann nicht ausgeschlossen werden. Hinweise auf strafbare Handlungen liegen derzeit nicht vor. Die Bezirkskriminalinspektion Flensburg hat die Ermittlungen zuständigkeitshalber übernommen.

Der Vermisste war ein erfahrener Fischer und fuhr seit Jahren zur See. Er sei einer der wenigen gewesen, der immer mit ausreichender Schutzausrüstung, wie Schwimmweste, zum Lachsfischen hinausgefahren ist, berichten Kollegen.

 

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erstellt am 11.Feb.2015 | 16:00 Uhr

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