zur Navigation springen
Flensburger Tageblatt

17. Dezember 2017 | 13:22 Uhr

Flensburg : Grog-Törn ohne Windstärken

vom

Skipper und Crews mussten beim 33. Grog-Törn des Flensburger Museumshafen auf Wind verzichten. Die winterliche Traditionsveranstaltung, bei der sechs Schiffe rund um die Ochseninseln fahren, wurde zu einer rutschigen Angelegenheit.

shz.de von
erstellt am 27.Dez.2013 | 08:15 Uhr

Flensburg | Blauer Himmel, glatte See, Windstille: Bestes Wetter für einen schönen Strandspaziergang am zweiten Weihnachtstag. Doch Skipper und Crews beim 33. Grog-Törn des Flensburger Museumshafen hätten sich eher ein paar Windstärken gewünscht, um die vorgeschriebene Route rund um die Ochseninseln unter Segeln absolvieren zu können. So hieß es am Sonntagmorgen stattdessen Maschine an, was für die „Fulvia“ ein Problem wurde, weil ein Bolzen im Motor klemmte.

Die wenigen freien Plätze an Bord der sechs Schiffe waren schnell vergeben. „Bei uns kann noch einer mitfahren“, sagte Bodo von Husen, Gewinner des Wettbewerbs „Wer bringt den hässlichsten Wasserkessel mit?“ Bodo war Skipper der „Arved“, einer Smakkejolle aus dem Lüttfischerhafen. „Aber warm anziehen, wir haben keine Kajüte“, rief er. Und keinen Motor, so dass auf der Arved, benannt nach dem Polarsegler Arved Fuchs, erst mal gerudert werden musste.

Während sich die Passagiere auf die Schiffe verteilten und Wettfahrtleiter Harald Harpke die Spielregeln verklickerte, raste Border Collie „Eyla“ auf dem Bohlwerk auf und ab und bellte von oben herab zwei Schwäne an, die selbstbewusst zurück zischten. Gefahr durch Eis und Sturm - wie in früheren Jahren - drohte Schiffen und Crews bei der 33. Ausgabe der winterlichen Traditionsveranstaltung diesmal nicht. Das Gefährlichste waren die vom Raureif rutschigen Bretter des Bohlwerks, auf denen Mitfahrer, Schaulustige und Hunde auf und ab schlitterten.

Die Crews hatten die Aufgabe, während der Fahrt rund um die Ochseninseln ein Lied mit bestimmten Vorgaben zu dichten; dieses musste später bei der Crewbesprechung – auch Feier genannt – an Bord des Kümos „Gesine“ vorgetragen werden. Die gestrenge Jury, bestehend aus Harald Harpke und Gerlinde Todsen, kürte daraufhin die poetisch und vokal versierteste Crew.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen