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Jahresempfang : Grenzverein arbeitet für Völkerverständigung

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

2014 richtet der Deutsche Grenzverein den Fokus auf die Veranstaltungen zur 150. Wiederkehr der Schlachten bei Oeversee und bei Düppel.

„Unsere Stärken sind die immer engere Verflechtung der Wirtschafts- und Wissenschaftsbeziehungen sowie des Arbeitsmarktes in unserer Region vor dem Hintergrund der europäischen Förderkulisse – und die beiden eigenständigen Kulturen.“ Diese Feststellung traf Jörg-Dietrich Kamischke, Vorsitzender des Deutschen Grenzvereins, beim Jahresempfang in der Akademie Sankelmark am Donnerstagabend mit über 200 Gästen.

Kamischke: Der Grenzverein werde sich weiter dafür einsetzen, dass „die Lebensqualität für die Menschen im Schleswiger Land ihr intellektuelles und künstlerisch hohes Niveau behält“.

Was die finanzielle Situation des Grenzvereins betrifft, so rechnet der Vorsitzende erneut mit einer Kürzung des Landeszuschusses. Bei einem Etat von rund vier Millionen Euro werde in diesem Jahr „unter dem Strich“ ein Minus von 10 000 Euro erwartet. Damit gerate der Bildungsträger allmählich in eine „gewisse Schieflage“. So bleibt es bei dem Appell, mehr Geld in Kiel für die Bildungsarbeit locker zu machen.

Über das Arbeitsjahr 2013 hatte Jörg-Dietrich Kamische viel Erfreuliches zu berichten. Beispiele: das von Ministerlob begleitete 90. Jubiläum der Nordsee-Akademie in Leck und die Modernisierung des Wallrothhauses auf dem Scheersberg.

2014 richtet auch der Grenzverein den Fokus auf die Veranstaltungen zur 150. Wiederkehr der Schlachten bei Oeversee und bei Düppel. Kamischke: Das gute Miteinander und der wechselseitige Respekt unserer beiden Völker sei als kostbares Gut unserer Gegenwart zu betrachten.

In diesem Sinne äußerte sich auch Festredner Siegfried Matlok, ehemaliger Chefredakteur der Zeitung „Der Nordschleswiger“. Er sei noch nie „so glücklich“ nach Sankelmark gekommen wie jetzt, gestand er ein. Grund dafür war das tolle Ergebnis der Kommunalwahl in Nordschleswig mit einem Zugewinn von über 60 Prozent der Stimmen für die deutsche Minderheit. Die Tatsache, dass sich vor allem in der jungen Generation ein erfreuliches Vertrauenspotenzial entwickelt habe, sei Lohn für langjährige Bemühungen auf deutscher und dänischer Seite. Dennoch seien die Chancen noch nicht ausgeschöpft.

Namens des Bundes Deutscher Nordschleswiger lobte Hinrich Jürgensen den dänischen Staat, der mit drei Millionen Kronen Bauvorhaben unterstütze. Jürgensen beklagte auch eine Mittelkürzung aus Berlin.



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erstellt am 19.Jan.2014 | 08:39 Uhr

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