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Sommerhäuser in Dänemark : Grenzregion diskutiert Lockerung des Ausländer-Kaufverbots für Ferienhäuser

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Die neue Regierung in Kopenhagen will die Sommerhausregel lockern. Stimmen aus dem Grenzgebiet warnen.

Kopenhagen | Die von der neuen dänischen Regierung geplante Lockerung der Sommerhausregel sorgt in Südjütland für gemischte Gefühle. „Falls man es komplett freigeben würde, könnten sich die Preise auf Rømø verdoppeln“, warnte Tourismusforscher Nils Karl Sørensen von der Syddansk Universitet. Es wäre ein Gewinn für diejenigen, die bereits ein Sommerhaus haben, sagte er.

Doch auch Sørensen weiß, dass es so weit vermutlich nicht kommen wird. „In ausgewählten Kommunen“ solle untersucht werden, von der Regel „versuchsweise bestimmte Gebiete auszunehmen“, heißt es im Koalitionsvertrag der neuen rechtsliberalen Minderheitsregierung aus drei Parteien in Kopenhagen.

Auch Peter Hansen vom Infobüro der Region Sønderjylland-Schleswig in Padborg glaubt nicht an eine komplette Freigabe: „Sommerhäuser sind Teil der Wertschöpfung.“ Würden sie verkauft, fielen stete Mieteinnahmen weg.

Wie und was genau geändert wird, ist noch offen. Doch durch das Jahrzehnte alte Kaufverbot für Ausländer ist der Markt derzeit aber vielerorts geschwächt. In weniger attraktiven Gebieten stehen Häuser lange leer, die Preise sind im Keller.

Forscher Sørensen plädiert daher für einen flexiblen Mittelweg, wie er bereits auf der nur wenig besiedelten und strukturschwachen Insel Lolland ausprobiert wird. Bestimmte Wohnhäuser in Stadtnähe dürften dort auch an Ausländer verkauft werden, die nicht das ganze Jahr über dort wohnen. Sollte das auch für andere Landsteile gelten, könnten auch dort Häuser für ausländische Käufer interessant werden.

Das könnte sich auch Tønders Bürgermeister Henrik Frandsen (Venstre) für bestimmte Gebiete vorstellen - aber nicht in seiner Kommune. Bei Verkäufen an Ausländer, so sagt er, „befürchten wir, dass die Häuser einen Großteil des Jahres leer stehen“. Dabei sei die Nachfrage nach Sommerhäusern ungebrochen, ist Peter Hansen vom Regionsbüro überzeugt. „Momentan könnte das Doppelte vermietet werden.“ Sylts Bürgermeister Nikolas Häckel verfolgt die Diskussion in der dänischen Nachbarkommune gelassen. „Die Klientel, die sich für dänische Ferienhäuser interessiert ist komplett anders als unsere Urlauber. Von daher befürchte ich keine Folgen für die Insel“, sagte er. Gleichzeitig warnte er die Dänen: „Da könnte genau das passieren, was bei uns passiert ist, der Ausverkauf an Fremde.“

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erstellt am 03.Dez.2016 | 09:27 Uhr

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