„Green Screen“-Festival : „Goodbye, Eisbär . . .“

Kinderstube im Schnee: Das Aufwachsen zweier Eisbärjungen auf Spitzbergen begleitet der Film „Auf Wiedersehen Eisbär“.
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Kinderstube im Schnee: Das Aufwachsen zweier Eisbärjungen auf Spitzbergen begleitet der Film „Auf Wiedersehen Eisbär“.

Das Naturfilm-Festival „Green Screen“ macht wieder Station in Flensburg. Drei faszinierende Filme werden am 22. August im Kino 51 Stufen gezeigt. Unsere Leser entscheiden dann über den sh:z-Publikumspreis.

Gunnar Dommasch von
11. Juli 2018, 07:10 Uhr

Zwei kleine Eisbären und ihre fürsorgliche Mutter – ein rührendes Bild. Die kleine Familie im arktischen Inselreich von Spitzbergen eroberte auch das Herz des Naturfilmers Asgeir Helgestad. Der liebevollen Bärenmutter gibt er den Namen Frost. Im Laufe der nächsten vier Jahre suchte Asgeir immer wieder nach ihr und ihren Jungen. Doch mit steigenden Temperaturen sorgt der Klimawandel für dramatische Änderungen im Lebensraum von Frost und ihrer Familie.

Die ehemaligen Jagdgründe der Eisbären werden immer seltener, denn das Eis schmilzt rasant dahin. Fjorde, die einst monatelang von einer Eisdecke überzogen waren, sind nun eisfrei. Mit dem Rückgang des Eises verschwinden die Ruheplätze und Kinderstuben der Robben und mit ihnen die Nahrungsgrundlage der Eisbären. Frost muss nun immer weitere Strecken zurücklegen . . .

Der Film „Auf Wiedersehen Eisbär – Mein Leben auf Spitzbergen“ läuft im Rahmen des Green-Screen-Festivals als Wettbewerbsbeitrag für den vom Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag ausgelobten Publikumspreis, der mit 1000 Euro dotiert ist.

Unsere Leser haben die Wahl – und zwar am Mittwoch, 22. August, um 14 Uhr im Kino 51 Stufen im Deutschen Haus. Dort stehen lediglich 120 Plätze zur Verfügung. Wer also eine der begehrten Karten für den Publikumspreis (siehe Info-Box) ergattern möchte, sollte zügig eine E-Mail an die Redaktion senden.

Ein weiterer Film, der ins Rennen geht, ist „Der kleine Panda - verborgen im Himalaya“ von Axel Gebauer: Der Große Panda mit seinem auffälligen schwarz-weißen Fell ist weltberühmt. Nur wenige hingegen kennen seinen Vetter, den Kleinen oder Roten Panda, der zu den schönsten Tieren der Welt zählt.

In manchen Regionen Nepals heißen sie „Bambusfresser“: „Ponja“. Daraus wurde „Panda“. Sie bilden eine eigene Familie im Tierreich. Verborgen in den dichten Rhododendronwäldern und Bambusdschungeln des Himalaya führt der Kleine Panda ein äußerst verstecktes Leben, das bisher nur selten gefilmt werden konnte.

Das Filmteam folgt einem Weibchen, das gut geschützt in einer Baumhöhle sein Junges zur Welt gebracht hat. Erst nach vier Wochen beginnt das Kleine in der Höhle herumzukrabbeln. Es ist das erste intime Filmporträt, das es über die Kleinen Pandas gibt. Inmitten eines mystischen Bergreiches mit seinen ungewöhnlichen Bewohnern ist der Zuschauer hautnah dabei, wenn die Pandamutter zum ersten Mal ihr Junges aus der Höhle in die Wälder des Himalaya führt.

Ebenfalls aus Deutschland stammt der Streifen „Wunderwelt Schweiz – Das Tessin“von Mi-Yong Brehm. Von der rauen Bergwelt der Tessiner Hochalpen bis ins liebliche Muggiotal im südlichsten Teil des Tessins steckt kein anderer Kanton der Schweiz so voller Kontraste.

Der Film zeigt in farbenprächtigen Bildern die ganze Vielfalt: Herausragende Tieraufnahmen wie die Balztänze der Haubentaucher oder die Flugkünste der Rauchschwalben lassen den Zuschauer staunen und entführen ihn in eine der zauberhaftesten Regionen der Schweiz. Vom Murmeltier zur Smaragdeidechse – die Tierwelt des Tessins ist bunt und abwechslungsreich.

Alle drei Wettbewerbsbeiträge haben eine Länge von etwa 50 Minuten. Inklusive einer Pause muss der Zuschauer sich also auf einen Filmgenuss von circa drei Stunden einstellen. Aber versprochen: Die Zeit vergeht dabei wie im Flug. Und man wird auch eine Antwort auf die spannende Frage finden, ob der letzte Versuch von Asgeir Helgestad, „seine“ Bärin wiederzufinden, von Erfolg gekrönt sein wird – oder eben nicht...

Die Wahl: Am  22. August werden die drei zur Wahl stehenden Filme ab 14 Uhr im Kino 51 Stufen gezeigt. Auf einer Stimmkarte, die gleichzeitig Eintrittskarte ist,  können die Zuschauer  ihren Lieblingsfilm wählen.  Der Film mit den meisten Stimmen wird mit dem vom sh:z ausgelobten Publikumspreis geehrt. Um Karten (max. 2 pro Person) kann man sich ab sofort bewerben – mit einer  E-Mail an redaktion.flensburg@shz.de, Stichwort „Green Screen“, Name und Telefonnummer bitte angeben.  Die Gewinner werden benachrichtigt.

 

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