Wanderup : „Goldene Karte“ für Jörg Zimmermann

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Blutspender Jörg Zimmermann (M.), mit Birgit Feddersen, Vorsitzende des DRK Wanderup, und Jan-Christian Weck (DRK).

Seit 30 Jahren spendet Jörg Zimmermann aus Eggebek Blut. Jetzt trat er in Wanderup zu seiner 100. Spende an.

shz.de von
28. August 2018, 17:35 Uhr

Wanderup | Jörg Zimmermann aus Eggebek gehört zu den drei Prozent der Bevölkerung, die regelmäßig Blut spenden. Für ihn ist dieses freiwillige Engagement eine Selbstverständlichkeit, weil er weiß, dass auch er einmal davon profitieren könnte. Vor ein paar Tagen entnahm ihm eine Schwester vom Blutspendedienst Nord-Ost in Wanderup die 100. Spende.

„Die Bundeswehr belohnte 1988 seine Soldaten mit einem halben freien Tag“, erzählte Jörg Zimmermann über seine erste Spende mit damals 20 Jahren. Das war für ihn der Einstieg. Heute versucht, er alle zwei Monate zu spenden und reist so von Ort zu Ort, denn in Eggebek kann er nur vier Mal im Jahr spenden.

Die Vorsitzende des DRK-Ortsverbandes Birgit Feddersen freute sich, wieder einem Jubilar gratulieren zu können. Zusammen mit dem Referenten für Öffentlichkeitsarbeit Jan-Christian Weck übergab sie dem gelernten Bäcker eine Kiste Wein als Dankeschön. Aus Anlass der 100. Blutspende wird seine Ausweiskarte in eine „goldene Karte“ umgetauscht mit dem Aufdruck „100+“.

Bei entsprechendem Gesundheitszustand kann Jörg Zimmermann bis zu seinem 73. Lebensjahr weiter Blut spenden. Bei maximal sechs Blutspenden, die gesunde Männer pro Jahr leisten dürfen, könnte das nächste Jubiläum – die 125. Blutspende – bereits in rund vier Jahren anstehen.

Mit jeder Blutspende wird Spendern ein halber Liter Blut entnommen. Daraus können drei Präparate gewonnen werden, die viele Patienten zum Überleben benötigen: Erythrozyten, Thrombozyten und Blutplasma. Nach Angaben des DRK wird rund ein Fünftel dieser Präparate bei der Behandlung von Tumorpatienten eingesetzt.

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